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08.12.2000 - 

Cisco soll beratend tätig werden

Lufthansa will E-Business auf ganzer Linie fliegen

MÜNCHEN (CW) - Einen "Masterplan" für den Einsatz der Internet-Technologie hat die Lufthansa AG, Frankfurt am Main, entwickelt. Er umfasst fünf Punkte: Steigerung des Online-Vertriebs, Einsatz von Beschaffungswerkzeugen, Customer-Relationship-Management (CRM), mobile Services und Integration der internen Informationen.

Ende November erhielten Lufthansa-Vielflieger eine gute Nachricht: Künftig können sie via Wireless Application Protocol (WAP) per Handy einchecken. Die Bordkarte müssen sie allerdings noch am Schalter abholen - spätestens eine halbe Stunde vor Abflug.

Doch die angekündigten "Services for mobile people" (Lufthansa-Werbung) sollen nicht am Boden zurückbleiben. Vielmehr verspricht der Luft-Carrier, spezielle Internet-Angebote für die Nutzung über den Wolken zu entwickeln. Ab dem kommenden Jahr sollen die Fluggäste unterwegs ihre E-Mails lesen und online Shopping gehen können.

Mit einem CRM-System wird das Unternehmen seine Vielflieger künftig noch mehr umschmeicheln als heute. Gezieltes Sammeln und Auswerten von Kundeninformationen soll es ihm ermöglichen, maßgeschneiderte Services anzubieten. Die ersten CRM-Anwendungen sind für 2002 geplant.

Zu einem "internationalen Spitzenprodukt" will die Airline ihr Internet-Angebot "Infoflyway" ausbauen. Bis zum Jahr 2005 werden die Kunden, so das veröffentlichte Ziel, jeden vierten Lufthansa-Flugschein online kaufen. Als Hilfe könnte sich dabei das Internet-Reisebüro "Online Travel Portal" (OTP) erweisen, das 2001 an den Start gehen soll. Um es zu entwickeln, hat sich die Kranichlinie mit den Mitbewerbern British Airways, Air France, KLM, Alitalia, Iberia, Austrian Airlines, Finnair und Aer Lingus zusammengetan.

Auch in puncto Online-Beschaffung ist die Lufthansa schon aktiv geworden. Für die Bestellung von Formularen, PCs und Büromöbeln setzt sie das Katalogsystem "Pronet" des Tochterunternehmens Airplus ein. Darüber hinaus schreibt sie - mit Hilfe eines selbst entwickelten Tools - auf dem Internet-Marktplatz www.fairpartners.com Aufträge jedweder Art aus. Und last, but not least bastelt sie gemeinsam mit den "Star-Alliance"-Partnern an einem Beschaffungsmarkt ("Aeroxchange") für Airline-spezifische Artikel - von der Spezialschraube bis zum Triebwerk.

Doch nicht nur die nach außen gerichteten Prozesse sollen vom Internet profitieren. Unter dem Begriff "E-Base" treibt die Fluglinie auch die Web-basierte Integration ihrer internen Informationen voran. Die Grundlage bildet das 1997 in Dienst gestellte Intranet. Unter einer gemeinsamen Oberfläche sollen arbeitsbezogene Informationspakete gebündelt und E-Mails, Links, Kalender, Newsletter sowie Diskussionsforen integriert werden.

Bei der Konkretisierung all dieser Ideen hat sich die Airline bereits nach einem Partner umgesehen. Kürzlich unterzeichnete sie ein Memorandum of Understanding mit Cisco Systems. Wie der hierzulande in Hallbergmoos bei München ansässige Dienstleister mitteilt, wird er die technische Infrastruktur für die E-Business-Initiativen der Lufthansa bereitstellen und ihr bei deren Planung und Entwicklung zur Seite stehen.

Noch nicht spruchreif ist, inwieweit der Lufthansa-eigene IT-Dienstleister LH Systems GmbH für die E-Business-Projekte eingespannt wird. Doch einiges deutet darauf hin: Der in Kelsterbach bei Frankfurt heimische Serviceanbieter strebt erklärtermaßen den Status eines Cisco-"Gold-Partners" an.