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18.03.1977 - 

Anwenderbericht: Val. Mehler AG, Fulda

LuG-Maßanzug aus Unlerpregrammen

Die Val. Mehler AG, Fulda, stellte sich im Juni 1976, nach Installation der Siemens-Anlage 7730, die Aufgabe, für ihre 4000 Mitarbeiter die Lohn- und Gehaltsabrechnung, die bislang noch voll manuell erfolgte, über EDV abzuwickeln.

Das Ziel, bereits die Januar-Abrechnung 1977 vollständig maschinell zu erledigen, wurde erreicht. Dabei war Maßarbeit zu leisten, "Maßkonfektion" anzufertigen - um eine für das Produktprogramm der Mehler-Gruppe typische und in der Datenverarbeitung anerkannte Bezeichnung zu verwenden.

Die Mehler-Gruppe, die IndustrieTextilien, Camping-Zelte und Bekleing erstellt, umschließt fünf Firmen. Die Produktion erfolgt in den sechs Produktionsstätten der Val. Mehler AG.

Neben dieser strukturellen Besonderheit war bei der Programmgestaltung die Einbeziehung von Pensionären, Aushilfskräften, Geringverdiensern, Teilzeitbeschäftigten, die Abrechnung von Monatslöhnern, Zeit-, Prämien-, Akkordlöhnern zu beachten. Der direkte Anschluß der Lohn- und Gehaltsabrechnung an die Betriebsabrechnung mußte sichergestellt werden. Unter diesen Bedingungen entschloß man sich, kein Software-Paket "Lohn und Gehalt" als Ganzes zu kaufen, sondern auf Basis der Siemens-Unterprogramme für Lohn-, Kirchensteuern und Sozialversicherung sich einen "Maßanzug" anzufertigen.

4 K-Hauptspeicherbedarf

Für die einzelnen Unterprogramme, die sich als Baustein einfach in eine Gesamtlohnabrechnung einfügen lassen, sind vom Anwender nur die Basisdaten bereitzustellen. Die Unterprogramme verarbeiten diese Daten rationell und stellen das Ergebnis korrekt und verarbeitungsfreundlich zur Verfügung.

Die Programme sind in Assembler geschrieben. Der Hauptspeicherbedarf beträgt nur 4 K. Für die Anpassung an die Erfordernisse in der Unternehmung entstehen weder Probleme noch Aufwendungen.

Für das Lohnsteuerprogramm "L075" sind vom Anwender lediglich Steuerklasse, Kinderzahl, Monatsverdienst, Abrechnungskennzeichen - jährliche, monatliche, wöchentliche oder tägliche Abrechnung -, der Steuerfreibetrag und das Kennzeichen, ob Altersentlastung oder ein Versorgungsfreibetrag zu berücksichtigen ist, vorzugeben. Bei Sonderzahlungen ist zusätzlich der erwartete Jahresverdienst und die Sonderzahlung bereitzustellen. Das Unterprogramm stellt die Monatssteuer und die Steuer für die Sonderzahlung dem Anwender zur Verfügung.

BUKI und SOZE

Für die Errechnung der Kirchensteuer sind dem Unterprogramm "BUKI" das Abrechnungskennzeichen, die Kennzeichen über Bundesland, Religionszugehörigkeit, Steuerklasse und Kinderzahl sowie die vom Lohnsteuerprogramm erarbeitete Steuer vorzugeben.

Die Ermittlung der Sozialversicherungsbeiträge erfolgt mit dem Unterprogramm "SOZE". Auch hierfür sind vom Anwender nur Basisdaten wie Abrechnungskennzeichen, Krankenkasse, Sozialversicherungskennzeichen, die Kennzeichen über Renten-, Kranken-, Arbeitslosen-Versicherungspflicht zu erarbeiten.

Der Anwender kann sich bei Einsatz dieser Programme heute auf seine individuellen Probleme, nämlich die rationelle Lohnfindung und Erarbeitung der Basisdaten sowie die Weiterverarbeitung der Lohndaten für die Betriebsabrechnung, voll konzentrieren. Bei Mehler gelang es zwei Mitarbeitern, unter Nutzung dieser Unterprogramme, ein revisionssicheres und wirtschaftliches Lohn- und Gehaltsabrechnungssystem aufzubauen und damit ein EDV-Gap schnell zu schließen.

Dipl.-Kaufmann Leo Richard Johmann ist Leiter des Controllings bei Val. Mehler und zuständig für Betriebswirtschaft, Organisation und Datenverarbeitung