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10.03.2014 - 

Der CP-Querschläger

Lustiger als je zuvor

ist seit vielen Jahren ein fester Bestandteil von ChannelPartner. Regelmäßig berichtet unser Autor über das, was einem kleinen Reseller in der großen ITK-Landschaft widerfährt. Manchmal überspitzt, aber immer auf den Punkt gebracht. Der Querschläger lebt und arbeitet als Fachhändler in Rheinland-Pfalz.
Der Internetauftritt der CeBIT wurde den modernen Zeiten angepasst und erstmals speziell für Smartphones sowie Tablets gebaut. An manchen Stellen wirke das verwirrend, geschmacklos und blamabel, sagt der "Querschläger".
"Wunderschöne große Buchstaben": Dann ist es auch nicht so schlimm, wenn lange Wörter nicht in eine Zeile passen.
"Wunderschöne große Buchstaben": Dann ist es auch nicht so schlimm, wenn lange Wörter nicht in eine Zeile passen.

In der Vorbereitung auf die CeBIT 2014 staunte der Schreiber nicht schlecht, als er die Neuheitenseite des Veranstalters öffnete. Wunderschöne große Buchstaben, zwei Zeilen pro Beitrag in bester Aufreißermanier und höchstens zehn Meldungen pro Website laden zum Blättern ein.

Schöne dicke Balken zeigen: Die CeBIT-Seiten wurden für Smartphones und Tablets gestrickt. Doch erst die Überschriften machen deutlich, dass ein neuer lustiger Geist durch die einst von Spinnweben durchzogenen Hallen der Messeveranstalter weht.

"Wenn Daten die Hosen runterlassen müssen", lautet beispielsweise die Überschrift für eine Firewall-Meldung. In einem anderen Kontext gibt es "Solarprodukte für die Hosentasche". Nun, dahin scheint die Sonne jedoch nicht, wie ein altes Sprichwort weiß.

Biologisch etwas verwirrend auch der Slogan zum Fraunhofer-Institut mit: "Ich sehe was, was Du nicht siehst – und das automatisch". Manchmal sieht man den Wald vor lauter Bäumen nicht.

Einmal im Fluss der Wortakrobatik gefangen, kommen die "Eierlegende Wollmilch-Homecloud" oder das "Schwarze Loch für geheime Daten" unverhofft zu journalistischen Ehren. Geschmacklos wird es beim "Ende der abgeschnittenen Hände" oder bei den "Histologen im Freudentaumel".

Genug der Beispiele. Hier hat sich wohl eine namenlose Werbeagentur vorgenommen, den Spaßbremsen aus Niedersachsen einmal zu zeigen, was richtig lustig ist – mit "Drucker für Druiden", die dem Marketingverantwortlichen bei Epson sicherlich die Schweißperlen auf die Stirn treiben.

Gut, dass die englische Übersetzung von diesem Blödsinn verschont blieb. Schließlich reicht es, sich national zu blamieren. "Lang lebe King Content!", heißt es noch auf der CeBIT-Seite. Oh ja, Inhalte wären wieder schön.

Immerhin konnte ich lernen, dass ein Zettabyte eine Eins mit 21 Nullen ist. Zettabyte wäre auch – im übertragenen Sinn – ein passender Name für eine Werbeagentur.

Mein Fazit: Verbale Übertreibung mag zwar mancherorts "in" sein, aber zwischen "lustig" und "unseriös peinlich" liegt der schmale Pfad der professionellen Sprachkunst.

Bis demnächst, Euer Querschläger!
(Der ChannelPartner-Autor "Querschläger" ist ein Fachhändler aus Rheinland-Pfalz.)

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