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18.04.2005

LVM steigt um auf Red Hats Desktop-Linux

Die selbst konfigurierte Linux-Variante des Versicherers war unwirtschaftlich geworden.

Die LVM Versicherungen planen, 8500 Clients von einer hauseigenen Linux-Plattform auf Red Hats "Enterprise Linux 4 Desktop" zu bringen. Das Open-Source-Betriebssystem soll auf Network-Computern und Laptops in der Firmenzentrale in Münster und in den LVM-Agenturen zum Einsatz kommen.

Seit dem Jahr 2000 setzte die LVM eine Linux-Variante Marke Eigenbau ein. Grund dafür war, dass der Versicherer 1400 IBM-Network-Stations weiter betreiben und funktional ausbauen wollte, nachdem Big Blue deren Entwicklung eingestellt hatte. Da es sich bei diesen Rechnern im Prinzip um "diskless" Unix-Systeme handelte, bot sich Linux als Lösung an. "Allerdings waren die Standard-Linux-Distributionen für unsere damaligen Bedürfnisse weit überdimensioniert", erinnert sich Matthias Strelow, Projektleiter Linux und Windows bei LVM. Da habe es nahe gelegen, ein eigenes, auf die wirklich benötigten Komponenten beschränktes System aufzubauen.

Anders sieht es heute aus: Zu den Network-Stations sind laut Strelow zahlreiche im LVM-Außendienst eingesetzte Systeme mit integrierter Festplatte sowie mobile Rechner hinzugekommen, so dass das Linux-System in Sachen Funktionsumfang permanent erweitert werden musste. "Für die kontinuierliche Systempflege und -aktualisierung unserer bisherigen Desktops haben wir nach einer wirtschaftlich sinnvollen Alternative gesucht", begründet Werner Schmidt, IT-Vorstand bei LVM, das Aus für die alte Lösung.

Reif für eine Distribution

Ein Community-Linux kam nicht in Frage: "Für eine kommerzielle Distribution sprach neben dem Release-Zyklus vor allem die Verfügbarkeit eines Support-Ansprechpartners sowie von Security-Fixes und Patches", erläutert Strelow. Red Hat habe sich LVM wegen der positiven Zusammenarbeit im Server-Bereich entschieden.

Neben Mail-Client, Image Viewer und Browser-gestütztem Intranet-Zugriff soll auf den Desktops eine von LVM entwickelte, Java-basierende Applikation eingesetzt werden, die von der Textverarbeitung und der Vertragserstellung über das CRM bis zur Schadensregulierung nahezu alle Arbeitsbereiche der Anwender abdeckt. (kf)