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26.11.1999 - 

Carbon-APIs erstmals im Betriebssystem integriert

Mac-OS 9: Nutzerprofile lassen sich anlegen

MÜNCHEN (CW) - Wenn Apple ein neues Betriebssystem auf den Markt bringt, warten die wahren Enthusiasten schon vor der Ladentür. Lohnt sich jedoch auch für den IT-Manager der Umstieg auf die aktuelle Version "Mac-OS 9"? Die amerikanische CW-Schwesterzeitschrift "Infoworld" hat die Software untersucht.

Das Betriebssystem Mac-OS 9 ist in bezug auf seine Upgrade-Features nicht so revolutionär wie einst die Version 8. Apple hat diesmal die Schwerpunkte in den Bereichen Networking, Internet-Integration und Sicherheit gesetzt, das optische Erscheinungsbild wurde nur unwesentlich verändert. Deswegen dürfte es erfahrenen Anwendern der Releases 8.5 und 8.6 leichtfallen, sich dort auf Anhieb zurechtzufinden.

Drei Features stechen in der neuen Version hervor. Zum einen hat Apple die Suchmaschine Sherlock 2 erweitert: Ab sofort werden LDAP-Verzeichnisse ebenso wie Auktions-Sites und E-Commerce-Angebote durchforstet. Allerdings ist zur Zeit das Angebot an deutschen Web-Adressen, die die Suchfunktion unterstützen, noch mager. Die Volltextsuche auf dem Rechner läuft jetzt schneller als in der Vorgängerversion, das System muß dafür weiterhin regelmäßig indexiert werden.

Ebenfalls neu ist die Option, Dateien mit einem Paßwort zu verschlüsseln. Gerade beim File-Sharing über TCP/IP und der Öffnung des Systems zum Internet wird die Sicherung persönlicher Dateien an Bedeutung gewinnen. Allerdings hat das Verfahren auch einen Nachteil: Files, die unter Mac-OS 9 mit 128-Bit-Schlüsseln verriegelt wurden, lassen sich auch nur mit diesem Betriebssystem wieder öffnen. Um zumindest das Verfahren der Codierung zu vereinfachen, hat Apple die "Keychain" wieder eingeführt, in der alle User-IDs und Paßwörter für den schnellen Zugriff abgelegt werden.

Für Unternehmen dürfte jedoch vor allem die Möglichkeit interessant sein, mehrere Benutzerprofile an einem Power-Mac einzurichten. Desktop-Oberflächen lassen sich personalisieren, Aktenordner und Applikationen stehen nur den zugewiesenen Anwendern zur Verfügung. Die Vergabe von drei unterschiedlichen Berechtigungsstufen durch den Administrator kann über das Netzwerk zentral gesteuert werden, wobei sich auch File-Sharing- und Server-Rechte berücksichtigen lassen.

Insgesamt spricht Apple von über 50 Innovationen. Dazu zählen die Unterstützung von USB und Firewire 2.2.2, neue Ati-Treiber sowie die "Carbon"-Befehlsbibliothek. Mit ihr ist es möglich, daß die für Mac-OS X optimierten Programme auch unter Mac-OS 9 laufen. Via Applescript können andere Rechner außerdem über TCP/IP ferngesteuert werden.

Apple Mac-OS 9

Vorteile

- Die Suchmaschine Sherlock 2 wurde verbessert;

- verschiedene Benutzerprofile auf einem Rechner lassen sich leichter einrichten und verwalten;

- ein Generalschlüssel ("Keychain") vereinfacht den Umgang mit verschiedenen Paßwörtern.

Nachteile

- Gestiegene Hardware-Anforderungen (160 MB auf der Festplatte, 32 MB RAM);

- Konflikte zwischen Anwendungen bei der Installation;

- unter OS 9 verschlüsselte Dateien lassen sich nicht von älteren Versionen öffnen.