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01.12.2000 - 

Sommer kündigt Widerstand gegen Regulierer an

Macht Telekom Schluss mit Flatrate für T-Online?

MÜNCHEN (CW) - Die Telekom wehrt sich gegen den Flatrate-Beschluss der Regulierungsbehörde für Telekommunikation und Post (Reg TP). Um dieser Regelung zu entgehen, will sie möglicherweise die Flatrate für T-Online einstellen.

Die Deutsche Telekom spielt mit dem Gedanken, das gegenüber T-Online bestehende Flatrate-Angebot für den Wählzugang zum Internet zu beenden. Der Carrier gewährt seiner Tochter derzeit für einen Pauschaltarif den Zugriff auf seine Netzinfrastruktur, was der Konkurrenz und dem Regulierer ein Dorn im Auge ist. Die Behörde hatte daher unlängst entschieden, dass der Bonner Carrier aus Gleichbehandlungsgründen allen Internet-Service-Providern (ISPs) ab Februar 2001 sein Netz für einen GroßhandelsPauschalpreis ohne Zeittakt vermieten muss (siehe CW 47/00, Seite 6).

Telekom-Chef Ron Sommer hofft anscheinend, dieser Regelung entgehen zu können, indem er T-Online den Hahn zudreht. Der Manager drohte zudem "massive Schritte" gegen die Entscheidung des Regulierers an. Hintergrund ist, dass die Telekom befürchtet, wegen dieser Entscheidung das schmalbandige Ortsnetz ausbauen zu müssen. Dieses ist nach Angaben von Unternehmenssprecher Frank Domagalla wie international üblich darauf ausgelegt, dass lediglich zehn Prozent der daran angeschlossenen Kunden gleichzeitig telefonieren.

Die Telekom argumentiert zudem, über den von ihr angebotenen Digital-Subscriber-Line- (DSL-)Zugang hätten ISPs bereits die Möglichkeit, die zeitunabhängige Abrechnung anzubieten. Domagalla wirft Anbietern wie AOL jedoch vor, sie seien nicht in der Lage, DSL-Zugänge zu realisieren, und wollten deshalb die Entwicklung in diesem Bereich verschleppen. "Hier wird Firmenpolitik auf dem Rücken der User ausgetragen", beschwert sich der Sprecher.