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14.01.2000 - 

Neues Selbstbewusstsein, neue Strategie

Macworld: Apple auf Internet-Kurs

MÜNCHEN (CW) - Unter großem Medienecho fand letzte Woche in San Franzisko die halbjährliche Macworld Expo statt. Die bedeutendsten Neuigkeiten konnte Steve Jobs vermelden: Als nun regulärer CEO will er Apple als Internet-Unternehmen neu erfinden.

Hard- und Softwarehersteller Apple stellte auf der Macworld Expo selbstbewusst seine neuen Strategien und Produkte vor. Im Zentrum stand dabei am Eröffnungstag die Keynote-Rede von Firmenchef Steve Jobs. Der Unternehmensgründer ist nun nach zweijähriger interimistischer Tätigkeit wieder regulärer CEO.

Zunächst konnte Jobs ein starkes Geschäftsergebnis verkünden: Apple verkaufte im letzten Quartal 1999 insgesamt 1,35 Millionen Rechner - so viel wie in keinem anderen Vierteljahr in der Firmengeschichte.

Große Hoffnungen in Mac-OS X

Auch die Ergebnisse des gesamten letzten Geschäftsjahres können sich sehen lassen: Der Gewinn belief sich auf 601 Millionen Dollar, Erfolgsmotor war der Imac. Analysten sehen aber genau hier ein kritisches Moment für Apple: Der modische Rechner verkauft sich über sein Lifestyle-Image, und das haben mittlerweile auch die Hersteller von Intel-kompatiblen PCs erkannt.

Um weiterhin auf Wachstumskurs zu bleiben, will Jobs nach eigenem Bekunden Apple von einem Hard- und Softwarehersteller zur Internet-Company wandeln. Das Unternehmen werde sich in den nächsten Jahren zu einer der zehn profitabelsten Internet-Firmen entwickeln. In einem ersten Schritt hat man auf der neu gestalteten Apple-Website vier neue Internet-Dienstleistungen eingeführt - Itools, Ireview und Icards. Während das Web-Verzeichnis Ireview und der Grußkarten-Service Icards allen offen steht, können die Itools nur von Mac-OS-9-Anwendern genutzt werden. Apple hat außerdem 200 Millionen Dollar in den US-Provider Earthlink investiert. Er wird in den USA der voreingestellte Provider auf allen neuen Macs sein.

Reges Publikumsinteresse galt auch der Vorstellung des Mac-OS X, das auf dem Kernel des Unix-Derivats Free BSD basiert und im Sommer fertig werden soll. Große Hoffnungen setzt der Hersteller in die neue grafische Benutzeroberfläche "Aqua". Mit dem vereinfachten Fenster-Management "Single Windows" und dem "Dock" - einer Multimedia-tauglichen Taskleiste mit Vorschaufunktionen - will man erneut Standards bei grafischen Benutzeroberflächen setzen.

Dem Publikumsmagneten Apple hatte der Rest der etwa 500 Aussteller der Macworld wenig Aufregendes entgegenzusetzen. Microsoft kündigte für Februar den "Internet Explorer 5" sowie die volle Unterstützung des Mac-OS X an. Rege Aktivitäten gibt es traditionell im Multimedia-Sektor der Macworld Expo. Eine große Rolle spielt dabei die von Apple propagierte Schnittstelle Firewire/IEE 1394, die auch von führenden Camcorder-Herstellern und von Sony unter der Bezeichnung Ilink unterstützt wird. Apple verwies darauf, dass bereits sieben Millionen digitale Camcorder mit Firewire-Anschluss existieren. Entsprechend groß war die Zahl der neuen Firewire-Geräte, angefangen bei Videokonferenz-Lösungen, Scannern, DVD-ROMs oder auch Festplatten.