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15.02.1985

Magier der Technik

Der Chip soll künftig der Natur den Rang ablaufen. So jedenfalls planen es Forscher aus aller Welt, die sich bemühen, dem Computer Sehen, Hören und Sprechen beizubringen. Dem Kritiker solcher Experimente mag es scheinen, daß die Computerbauer damit zur Attacke auf die letzte menschliche Domäne blasen.

Wie weit der Entwicklungsstand in den Technologieschmieden Nippons inzwischen wirklich fortgeschritten ist, entzieht sich weitgehend den Blicken der Öffentlichkeit. Das "Projekt von nationaler Bedeutung" so wertet zumindest das Forschungsinstitut ICOT die FGCS-Forschung -wird ängstlicher behütet und gegen ungewollte Neugier geschützt als die Privatsphäre des Tenno.

Eines steht jedoch fest: Eine Erfahrung, die schon Dichter und Denker vor langer Zeit propagiert haben, scheint heute durch unreflektierte Zukunftsgläubigkeit verdrängt zu sein: der Zauberlehrlingseffekt. Denn bei kritischer Betrachtung der High-Tech-Ambitionen nicht nur im "Land der Poesie und der Kirschblüten erscheint es schlichtweg sinnlos, einen Abbruch der Forschungsaktivitäten zu fordern. Neue Märkte und Gewinnchancen stehen auf dem Spiel - letztlich aber auch Arbeitsplätze. Hier heißt es deshalb, nicht ohnmächtig "Maschinen zu stürmen", sondern mit geschärften Sinnen Fehlentwicklungen künstlicher Intelligenz zu erkennen und einzudämmen.