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03.04.1981 - 

General Electric Informations-Service:

Magnuson kommt durch die Turnkey-Tür

HANNOVER/KÖLN (je) - Ein Turnkey-System auf der Basis eines erstmals in Deutschland vertriebenen IBM-kompatiblen Magnuson-Systems gehört zu den Messeneuheiten von General Electric Informations-Service, Köln. Ferner bieten die Kölner das bisher nur über das Timesharing-Netz "Mark III" verfügbare Planungssoftware-Paket "Mims" jetzt auch als Inhouse-Package an. Schließlich wurde der Mark lII-Service um zwei Komponenten erweitert.

Mit dem Vertrieb von IBM-kompatiblen Turnkey-Systemen auf Magnuson-Basis will General Electric Informations-Service einem großen Anwenderkreis einen bequemen Einstieg in komplexe Anwendungen der Unternehmensführung, Produktionsplanung und -steuerung, Auftragserfassung und Auftragsabwicklung bieten.

Anläßlich der Messe präsentiert General Electric erstmalig in Deutschland ein System der Serie M80 (das Modell M80/32) von Magnuson mit einer dialogorientierten Produktionsplanung- und - Steuerungsanwendung als Turnkey-Lösung.

Die Serie M80 ist voll kompatibel zu den IBM-Systemen 360, 370, 303X und 4300 und beinhaltet die Modelle M80/31, M80/32, M80/42, M80/43 und das kürzlich angekündigte Modell M80/44.

Mit dem Vertrieb von Turnkey-Systemen decken die Kölner nach eigenen Angaben nahezu alle Bereiche der EDV-Dienstleistungen ab:

- betriebswirtschaftliche Beratung,

- Projektentwicklung von EDV-Vorhaben,

- Hardware- und Software-lnstallation sowie

- Wartung der Hardware und Software.

Mims als Inhouse-Lösung

Mims (Mitrol Industrial Management System), ein flexibles Anwendungspaket für die Produktionsplanung und -steuerung, 1980 auf der Hannover-Messe angekündigt und vorgestellt, steht jetzt auch als Inhouse-Lösung zur Verfügung. Bisher konnte Mims nur über den Mark III-Service und das Datenfernverarbeitungsnetzwerk von General Electric betrieben werden.

Ab sofort ist allen Anwendern die Möglichkeit gegeben, Mims auf ihren IBM- oder IBM-kompatiblen Rechnern zu betreiben. Auf der Hannover-Messe 1981 präsentiert General Electric Mims im praktischen Einsatz als Inhouse-Lösung auf einem IBM-kompatiblen EDV-System.

Anwendern, die nicht über IBM-kompatible Systeme verfügen und Mims zur Fertigungsplanung und -steuerung einsetzen wollen, bietet sich nach wie vor der Weg über das Datenfernverarbeitungsnetz im Mark III-Service.

Mims beruht auf der Methode des Materials Requirement Planning (MRP) und beinhaltet eine frei strukturierbare Netzwerkdatenbank, eine anwendungsorientierte Sprache zur Erstellung von Anwendungssoftware und einen eigenen TP-Monitor.

Prinzipiell gleich - faktisch unterschiedlich

Im Gegensatz zu paketorientierten Lösungen des Mitbewerbs wurde das System nach einem völlig neuen Konzept entworfen. Diese Konzept wurde vor dem Hintergrund geschaffen, daß jede Produktion im Prinzip die gleichen Gesetzmäßigkeiten aufweist und die konkrete Anwendung in einem empirisch gewachsenen Unternehmen sehr spezifisch und einmalig ist.

Das Anwenderspektrum reicht von Elektronik-Herstellern über die Genußmittelindustrie bis hin zu Chemie -oder Kosmetik-Produzenten. Bei diesen Anwendern wurden Systeme für die Bereiche Fertigungssteuerung mit Material- und Zeitwirtschaft, Marketing und Vertrieb, Kalkulation und Finanzwesen sowie den angrenzenden Gebieten erstellt.

Mit "Order" stellt General Electric ein neues System für Auftragserfassung und Vertriebssteuerung vor. Dieses System - so die Erläuterung wird den Bedürfnissen der Unternehmen gerecht, deren Produkte überregional vertrieben werden - Herstellern von Konsumgütern und Saisonartikeln (Modebranche, Kosmetika, Wohnungseinrichtungen etc.). Ebenso geeignet sei Order für Unternehmen, die ein geografisch weitläufiges Kundendienstnetz oder mehrere Läger unterhalten.

GE präsentiert Order als Lösung zur Beseitigung der Probleme, die mit herkömmlichen Abwicklungsmethoden verbunden sind:

- lange Laufzeiten bis zum Eingang der Aufträge in der Zentrale,

- hohe Fehlerrate bei der mündlichen oder handschriftlichen Weitergabe von Informationen,

- häufige Überlastung der hauseigenen Anlage durch Stoßbetrieb.

Dagegen setzen die Kölner die "Order-Therapie" (Originaltext):

- Das System zeichnet sich durch hohe Wirtschaftlichkeit aus.

- Es ist schnell einsetzbar.

- Es paßt sich vollkommen den Gegebenheiten der unternehmensspezifischen Auftragsabwicklung an.

- Es arbeitet sehr zuverlässig.

- Es ist jederzeit über jedes Telefon verfügbar.

Aktenkoffer-Terminal

Drei Komponenten gewährleisten aus GE-Sicht einen benutzerfreundlichen und flexiblen Einsatz von Order:

- Tragbare intelligente Terminals mit DFÜ-Fähigkeit in Aktenkoffergröße,

- das Mark III-Netz,

- die Mark III-Rechenzentren mit Anschlußmöglichkeit an alle gängigen Computersysteme.

Das Handling von Order wird als einfach dargestellt: Jeder Außendienstmitarbeiter, ausgerüstet mit einem tragbaren Terminal, könne die Auftragsdaten seiner Kunden sofort eingeben. Das Terminalprogramm erfasse alle Daten im Dialog über Bildschirmanzeige oder über einen anschließbaren Lesestift und prüfe die Eingaben hinsichtlich Plausibilität und Syntax. Die Daten bleiben gespeichert, bis sie zum Mark III-Service übertragen worden sind, auch wenn das Terminal abgeschaltet wird.

Am Ende des Tages oder zu jedem anderen Zeitpunkt kann der Vertreter die Übertragung einleiten, indem er das Terminal über den integrierten Akustikkoppler und ein Telefon mit dem Mark III-Service verbindet. Die Übertragung erfolgt automatisch über Erfassungs- und Prüfprozeduren.

Am Ende der Übertragung schaltet das Terminal auf Empfang, um Daten und Informationen für den Vertreter zu übernehmen. Diese Daten werden auf dem Bildschirm angezeigt oder auf dem Thermodrucker ausgedruckt.

Alle Programme laufen automatisch ab, sobald die Verbindung über das Telefon hergestellt ist, unabhängig davon, ob ein oder mehrere Terminals angeschlossen sind.

Die empfangenen Daten werden aufbereitet und entsprechend den Gegebenheiten des Unternehmens an den hauseigenen Computer zur Weiterverarbeitung weitergeleitet. Dadurch - so GE - ist eine schnelle Verfügbarkeit der Information gewährleistet.

Darüber hinaus verfügt jedes normale Terminal über die Funktionen

- Aufbereitung und Fortschreibung der Daten von Agenturen und Vertretern,

- Verwaltung der Informationen für die Vertriebssteuerung und der Produkte,

- Protokollierung aller stattgefundenen Verbindungen,

- statistische Berichte für das Management und den Außendienst und

- Analysen nach vorgegebenen Kriterien.

General Electric stellt in Hannover zwei Jahre nach der Einführung des Distributed Data Processing im Mark III-Service ein Paket für dialogorientierte Auftragsabwicklung vor. GE-Text: "Top (Transactional Order Processing) ist kein starres System; es ist modular aufgebaut und paßt sich den individuellen Bedürfnissen des Anwenders an."

Der Leistungsumfang überdeckt folgende Bereiche:

- Stammdatenpflege,

- Auftragseingabe,

- Auftragsbestätigung, Lieferschein, Rechnung, Auftragsverfolgung, Versandpapiere,

- Disposition,

- Wareneingang,

- Bestandskontrolle,

- Inventur sowie

- Umsatzstatistiken, ABC-Analysen etc.

Darüber hinaus können Moduln ergänzt oder ausgetauscht werden. Im Rahmen von integrierten Lösungen sind Schnittstellen zu angrenzenden Aufgabengebieten, wie

- Unternehmensplanung

- Finanz- und Rechnungswesen

- Produktionsplanung etc.

vorgesehen.

Das Konzept ist so ausgelegt, daß unter Einbeziehung des Mark lII-Services und des Datenfernverarbeitungsnetzwerks von General Electric Niederlassungen regional wie auch weltweit an das System angeschlossen werden können.

Alle Funktionen laufen "vor Ort" ab, dort, wo auch die Geschäfte abgewickelt werden. Die Daten werden zentral gespeichert, so daß die Steuerung des ganzen Vertriebs zentral erfolgen kann - Auftragsabwicklung mit Distributed Data Processing. Um dieses Ziel zu erreichen, hat General Electric die Hilfsmittel des Mark III-Services eingesetzt: Die Rechenzentren, das Netz und intelligente Terminals.

Das klingt, meint GE, für den Mark III-Kenner vertraut. Trotzdem sei diese Technik neu: Während der "normale" Mark IlI-Kunde mit "seinem eigenen" Programm arbeitet und auf seine "eigene" Datenbank zugreift, arbeiten alle Benutzer von Top mit demselben Programm und denselben Daten ihrer Anwendung. Ein zentraler TP-Monitor prüft, ob der Benutzer berechtigt ist, auf diese Anwendungen zuzugreifen und überwacht die einzelnen Funktionen. Dadurch ergeben sich nach Meinung der Kölner folgende Vorteile:

Jede Niederlassung kann zu jedem Zeitpunkt über die aktuellsten Informationen verfügen, und die Zentrale kann zu jedem Zeitpunkt auf die Bedürfnisse des Marktes reagieren.

Dafür stehen Funktionen zur Verfügung, die die Auskunftsbereitschaft dieses Systems sicherstellen sollen: Bestandsabfragen, Auswahl von Alternativartikeln, Preisabfragen, Verwaltung von Kundenrabatten, Übersicht über offene Kundenaufträge und Wiederbeschaffungsaufträge. Für alle Funktionen stehen Bildschirmmasken zur Verfügung, die über entsprechende Menüs ausgewählt werden können.

General Electric bietet nicht nur das Programm Top an, sondern liefert auch das schlüsselfertige System. In den einzelnen Niederlassungen werden " Marklink"-Terminals installiert die bis zu 16 Bildschirm-Arbeitsplatze und drei Zeilendrucker betreiben können. Diese Terminals werden an die nächsten Zugriffspunkte über Wähl- oder Standleitungen angeschlossen.

Die Betriebssystemsoftware und die Anwendungsprogramme für die Terminals werden zentral gepflegt und die neuesten Versionen auf die Terminals geladen. Dadurch können die angeschlossenen Niederlassungen mit den aktuellen Programmen arbeiten, ohne daß hoher Implementierungsaufwand notwendig wäre.

Sicherheitsmaßnahmen der Rechenzentren verhindern fremde Einwirkungen und gewähren ein kontinuierliches Arbeiten, versichert GE. General Electric betreut und berät den Kunden nicht nur während der Implementierungsphase, sondern auch bei laufenden Anwendungen. Dazu steht ein Kundenberatungsdienst zur Verfügung, und jede Niederlassung kann Unterstützung in den Geschäftsstellen erhalten.