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Stellenabbau als Bedingung der Gläubiger


26.04.1991 - 

MAI erreicht kurzfristige Lockerung der Kreditfesseln

MÜNCHEN (CW) - Die kalifornische MAI Systems Group, früher MAI Basic Four, hat eine Aufschiebung ihrer kurz fristigen Zahlungsziele bei den beiden amerikanischen und kanadischen Kreditgebern erreicht. Im Gegenzug verpflichtete sich der Anbieter, sich von 400 Mitarbeitern in den USA zu trennen.

Einer Meldung des britischen Branchendienstes "Computergram International" zufolge wird im Rahmen eines Änderungsabkommens der zum 31. März und zum 30. September dieses Jahres fällige Amortisationsbetrag von 15 Millionen auf sechs Millionen Dollar gekürzt. Dafür muß das Unternehmen in Kauf nehmen, daß das endgültige Tilgungsziel von Ende September 1992 auf Mitte März des gleichen Jahres vorgezogen wurde, also eine erhebliche Konzentration der Schuldendienste stattfindet.

Eine Bedingung knüpfen die Schuldner an die Änderungsvereinbarung: MAI muß 400 Stellen streichen. Nach Aussage von Reinhart Schindhelm, Leiter Marketing Services der MAI Deutschland GmbH in Frankfurt, werden diese Jobs ausschließlich in den USA, und dort im Bereich Hardware-Entwicklung und Produktion wegfallen. Die Entscheidung von MAI, sich vom Systemhais zum Value Added Reseller (VAR) zu wandeln, ziehe zwangsläufig Kürzungen bei den Entwicklungsmitarbeitern nach sich.

Die deutsche MAI-Gesellschaft sei nicht betroffen; ihr gehe es im übrigen finanziell gut. Ohne bereits es im übrigen finanziell gut. Ohne bereits genaue Zahlen zu nennen, stellte Schindhelm fest die Vertriebs- und Servicegesellschaft liege sowohl beim Umsatz als auch beim Profit über den Voraussagen. Besonders die CeBIT sei sehr erfolgreich gewesen. "Einigen anderen" europäischen Ländergesellschaften allerdings, räumte der Sprecher ein, gehe es dagegen nicht so gut. Sie hätten mehr als die Frankfurter unter den "Wehen des Umbaus zum VAR" zu leiden.