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22.04.1994

Mailbo

Wer wird denn bei Kalinka gleich an die schoene Maid aus der russischen Volksweise denken? Es darf doch auch einmal eine Parabolantenne mit 3,5 Metern Durchmesser sein, oder? Kalinka haben jedenfalls die Wissenschaftler des Hamburger Forschungszentrums Desy ihre Schuessel benannt, die eine schnelle Datenverbindung vom deutschen Wissenschaftsnetz WIN zur Moskauer Staatlichen Universitaet herstellt. Fuer unseren Geschmack keine glueckliche Wahl, sind doch die Rundungen einer Parabolantenne viel zu ueppig, um sie mit der russischen Frau zu vergleichen.

Zwischen Bonn und London hat es gefunkt, zumindest in Sachen Mobilkommunikation: Das Bundesministerium fuer Post und Telekommunikation und das Department of Trade and Industry einigten sich darauf, gegenseitig Mobilfunkstationen anzuerkennen, die national die Zulassung fuer den europaeischen Standard Digital Cellular System (DCS 1800) erhalten haben. Damit soll der Marktzugang fuer Hersteller aus beiden Laendern vereinfacht werden. Grundlage der Vereinbarung war die Anpassung der Pruefverfahren.

Kriminalitaet im D-Netz I: Die Schar der schwarzen Schafe unter den D-Netz-Nutzern wird groesser. Kopfzerbrechen bereiten den Service- Providern dabei nicht nur Anwender, die ihre Rechnungen nicht zahlen koennen oder wollen. Besonders gravierend ist die steigende Zahl der D-Netz-Betrueger. Bei dieser Spezies handelt es sich um "Kunden", die sich unter Vorlage gestohlener oder gefaelschter Papiere ein Teilnehmerverhaeltnis erschwindeln und dann fleissig auf Kosten der Service-Provider telefonieren. Kein Wunder, dass deren Verband jetzt wenigstens eine tagesgenaue Uebersicht der Gespraechsdaten, noch besser den Online-Datenabgleich fordert, wie in der Kreditkartenbranche laengst ueblich.

Kriminalitaet im D-Netz II: Um Kavaliersdelikte handelt es sich beim Kartenklau und Gebuehrenbetrug aus der letzten Meldung im Vergleich zum organisierten Verbrechen. Kaum ein "Profigangster", so klagt die Polizei in einem Bericht der "Frankfurter Allgemeinen", bedient sich heute nicht eines D-Netz-Telefons, um seine Straftaten zu organisieren. In sind die Handies in der Unterwelt aber nicht nur aus Prestigegruenden. Besonders gern werden sie in der Szene genutzt, weil die Polizei noch nicht ueber die Technik verfuegt, Gespraeche abzuhoeren. Ausserdem stellen sich die Netzbetreiber noch schuetzend vor ihre kriminelle Klientel. Sie verweigern der Kripo Auskuenfte ueber die Nutzer.