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23.04.1993

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Waehrend man sich hierzulande in den Wirren des Pro und Kontra einer Privatisierung der Telekom zu verstricken scheint, macht die britische Regierung nun endgueltig Naegel mit Koepfen. Einem Bericht der "Sueddeutschen Zeitung" zufolge hat die Major-Administration ein internationales Bankenkonsortium - darunter auch die Deutsche Bank - mit dem Verkauf des groessten Teils der 21prozentigen staatlichen Restbeteiligung an dem Carrier British Telecom beauftragt.

Der anhaltende Streit mit Pharmaindustrie und Aerzten scheint Bundesgesundheitsminister Horst Seehofer offensichtlich nicht auszulasten. Jedenfalls hat nun die Diskussion um eine vermeintliche Gesundheitsgefaehrdung durch Mobilfunk-Handies auch das Bundesgesundheitsministerium auf den Plan gerufen. Nach einer entsprechenden Anordnung des Ministers soll vor allem geprueft werden, ob Herzschrittmacher und Hoergeraete durch mobile Funktelefone in ihrer Funktion beeintraechtigt werden koennen.

Dass negative Schlagzeilen nicht unbedingt schlecht fuers Geschaeft sind, beweist in diesem Zusammenhang indes die Marktentwicklung bei Funktelefonen in den USA. Trotz spektakulaerer Faelle von angeblich gravierenden gesundheitlichen Folgeschaeden nach dem Gebrauch von Funktelefonen hat sich nach einem Bericht der "Business Week" die Herstellung von Schnurlos-Telefonen und digitalen Mobilfunk-Handies zu einer inzwischen ueber 15 Milliarden Dollar starken Industrie entwickelt.

Bei der Promotion fuer ihren Dauerpatienten Btx strapaziert die Telekom nun auch die deutschen Landwirte. "Nach dem Melken waescht sich Bauer Franz Xaver kurz die Haende und schaltet den Computer ein. Sekunden spaeter erinnert ihn der Pflanzenschutz-Warndienst via Bildschirm: Ernsthafter Schaden entsteht durch die schwarze Ruebenlaus, wenn mindestens jede fuenfte Pflanze befallen ist. Ein weiterer Tastendruck, und die aktuellen Marktnotierungen fuer Gemuese flimmern auf seinem Terminal", heisst es in einer jetzt veroeffentlichten Pressemitteilung zu dem seit 1990 angebotenen landwirtschaftlichen Btx-Programm "Balis-Btx".

Kraeftiges, mediengerechtes Haendeschuetteln gab es auf der CeBIT. Der Grund: Als 100. Kunde des Telekom Design Network setzte Karstadt-Vorstandsmitglied Klaus Eierhoff auf der Mammutmesse in Hannover seine Unterschrift unter einen Vertrag, dessen Volumen pro Jahr von Insidern auf eine siebenstellige Summe geschaetzt wird. Das billigste Angebot machten die Bonner laut Eierhoff zwar nicht, haetten aber den besten Mix aus Preis und Leistung geboten. Glueckliche Telekom.

Wer kann, der CAN. Das gilt jedenfalls fuer die Siemens AG, die jetzt zwei Controller fuer "Controller Area Networks" (CAN) auf den Markt bringt. Die Bausteine unterstuetzen das von Bosch entwickelte CAN-Protokoll, dessen Hauptanwendungsgebiet in Bordnetzen bei Automobilen sowie der industriellen Automatisierung liegt. Mit dem Support der CAN-Protokollversion 2.0 gibt Siemens die Fertigung von eigenen, kundenspezifischen CAN-Bausteinen auf.

Ein Teil der 3Com-Produkte wird kuenftig das Logo der Groupe Bull zieren. Die kalifornische Internetworking- und Adapter-Company, die einer IDC-Studie zufolge ihre Marktfuehrerschaft bei Ethernet- Karten an SMC verloren hat, gab die Unterzeichnung eines OEM- Vertrages mit der Groupe Bull bekannt. Die Franzosen verpflichten sich in dem 20-Millionen-Dollar-Vertrag, Networking-Equipment von 3Com zu vertreiben.

Der liebe Gott oder die eigenen Entwickler werden es schon richten. Nach diesem Motto verfaehrt derzeit anscheinend die NCR Products Division. Obwohl ein Lizenzvertrag mit IBM ueber die Rechte am Big-Blue-Protokoll NCP Ende Juli 1993 auslaeuft und laut der "Network World" nichts auf eine Verlaengerung hindeutet, hat NCR die Weiterentwicklung ihrer 56xx-Front-end-Prozessoren angekuendigt. Pferdefuss an der ganzen Sache ist, dass NCR auch fuer das im Juni angekuendigte Release 6.2 von NCP kein gruenes Licht hat und deshalb, um seine 56xx-Serie up to date zu halten, selbst kostspielig ein eigenes kompatibles "Network Control Program" entwickeln muesste.

ATM-Kooperationen und entsprechende Produktankuendigungen schiessen derzeit wie Pilze aus dem Boden. So haben jetzt Synoptics Communications und Sun Microsystems ein Technologieabkommen geschlossen, in dessen Rahmen beide Unternehmen ihre Produkte gemeinsam auf den "Asynchronous Transfer Mode" abstimmen wollen. Erstes Produkt dieser Zusammenarbeit soll eine S-Bus-Karte von Synoptics sein, mit der Sparc- und Solaris-Workstations sowie Server von Sun in ein lokales ATM-Netz integriert werden koennen.