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10.07.1987 - 

GeoMail erweitert seine Angebote:

Mailboxen sind preiswerter als Telexe

FRANKFURT (CW) - Gute Chancen für den Markt mit Mailboxen sieht Manfred Bohnen, Mitglied des Verwaltungsrates der GeoMail S.A" Luxemburg. Dieser internationale Verbund der Betreiber von GeoNet-Mailbox-Systemen vill mit dem neuen Angebot "Geo-Fax" den Kunden die Möglichkeit geben, ohne eine Leitung der Post Mitteilungen an Telex-Teilnehmer zu senden.

Bisher bestand die Schwierigkeit darin, daß die als Mailbox-Nachricht eintreffenden alphanumerischen ASCII-Codes automatisch in ein Bit-Muster umgewandelt und gemäß den Empfehlungen der CCITT-Gruppe-3 komprimiert werden mußten. Nur so konnten sie per Telefax übertragen werden. Den Teilnehmern im GeoMail-Verbund steht mit Geofax ein Gateway zur Verfügung, so daß Texte mit Mailbox-Mitteilungen abgeschickt werden können.

Mit der Gründung von GeoMail vor einem Jahr wollten die privaten Anbieter von Mailboxen ihren Kunden eine weltweite Nutzung unter anderem von Datenbanken ermöglichen. Eine Konkurrenz der Gesellschafter untereinander ist wegen der Bindung an regionale Märkte weitgehend ausgeschlossen. Alle im GeoMail-Verbund zusammengeschlossenen Mailbox-Systeme können nach Angaben des Vorsitzenden des Verwaltungsrates, Günther Leue, vom Benutzer "wie ein weltweit miteinander verbundenes Kommunikationsnetz betrachtet werden". Seiner Meinung nach haben die USA in Nutzung von Mailboxen einen Vorsprung von etwa fünf bis sechs Jahren gegenüber Europa, das "sich noch in der embryonalen Phase befindet". Den Vorteil von Mailboxen sieht er vor allem in den niedrigen Kosten beim Informationsaustausch im Verhältnis zu anderen Medien. Zur Monatsgebühr von 40 Mark kommt noch eine Nutzungsgebühr von 25 Pfennig pro Minute.

Zur Zeit haben sich zwölf Teilnehmer in Europa und den USA zur Dachgesellschaft GeoMail zusammengeschlossen, unter anderen die Deutsche Mailbox GmbH, Hamburg. Mit rund 7000 Fächern ist sie einer der größten Anbieter auf dem europäischen Markt. Im Geschäftsjahr 1986 machte das Unternehmen, das sieben Systeme anbietet, rund 1,4 Millionen Mark Umsatz. Die GeoNet Mailbox Systems GmbH, Haunetal, ist im GeoMail-Verbund Lieferant von Hard- und Software. Anwendungsbereiche für Mailboxen sieht Manfred Kohnen, Mitglied im Vorsitz von GeoMail und Gesellschafter - der Deutschen Mailbox, für die Zukunft verstärkt im Bereich von Außendiensttätigkeiten. Marktnischen sieht er auch im Angebot von Datenbanken für spezielle Berufsgruppen. Für das Jahr 1987 erwartet Kohnen für die GeoMail den Anschluß von insgesamt 13 000 Fächern. Bis 1990 wird es seiner Einschätzung zufolge insgesamt Nutzer von 70 000 Mailboxen geben.