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12.04.2002 - 

Legacy/Kommentar

Mainframe-Revival

Helga Biesel Redakteurin CW

Allen Unkenrufen zum Trotz: Der Mainframe lebt. Millionen von Altanwendungen sind für viele Großunternehmen unverzichtbar. Die Programme laufen weiter auf den Großrechnern, und das mit gutem Grund. Zuverlässigkeit, Sicherheit und hohe Verfügbarkeit sprechen nach wie vor für den vermeintlichen Dinosaurier. Die Anwendungen lassen sich im Internet-Zeitalter relativ einfach modernisieren. Der Aufwand für eine Webifizierung alter Anwendungen muss nicht hoch sein, häufig kann sie sogar in eigener Regie über die Bühne gehen.

Was die "großen Eisen" außerdem attraktiv macht, ist ihre für manche Zeitgenossen überraschend gute Eignung für das E-Business: Hier müssen häufig Spontansituationen bewältigt werden, da haben Skalierbarkeit, Workload-Management und die Fähigkeit Lastspitzen abzufangen, plötzlich einen hohen Stellenwert. Hinzu kommt, dass nur die vielgerühmte Sicherheit der Zentralrechner das Vertrauen schafft, das für elektronische Vertragsabschlüsse und elektronische Zahlungsvorgänge entscheidend ist.

Darüber hinaus können die neuen Systeme für sich in Anspuch nehmen, über eine "Manageability" zu verfügen, die den Komplexitätsschub, zu dem es in E-Business-Infrastrukturen häufig kommt, verlässlich abarbeiten kann: Automatisieren, vereinheitlichen, konsolidieren - einheitliche Schnittstellen zu System-, Netz- und Speicher-Management-Produkten vereinfachen diesen Prozess. So bleiben die Kosten einer E-Business-Infrastruktur durchaus beherrschbar.

Außerdem hat der Mainframe mit Linux eine echte Zukunftsperspektive, wie IBM mit seiner S/390 beweist. Das kostenfreie Betriebssystem treibt angeblich schon jetzt den Absatz der teuren Hobel in die Höhe. Als Multifunktions-Server im Zentrum zersplitterter Unternehmenslandschaften steht der Mainframe offenbar vor einem zweiten Frühling.