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Mainframe-Spezialist hat zum Stand der Technik aufgeschlossen Erneuertes System-Management fuehrt Legent nun zu Client-Server

13.01.1995

MUENCHEN (CW) - Einer Rundum-Erneuerung hat sich der bisherige Mainframe-Spezialist Legent beim System-Management unterzogen. Das Unternehmen bietet hier inzwischen im Rahmen des "Cross Platform Environment" (XPE) ein breites Angebot skalierbarer, mit Smart Agents ausgestatteter Techniken fuer heterogene Client-Server- Umgebungen an.

Als reines Software-Unternehmen befindet sich Legent im Geschaeft mit System-Management-Produkten in einer schwierigen Lage. Es ist auf enge Zusammenarbeit mit den Hardwaregroessen IBM, Sun, DEC und HP angewiesen, die jedoch gleichzeitig die schaerfsten Konkurrenten darstellen. "Wir vermeiden jeden Verdraengungswettbewerb und suchen statt dessen nach Nischen", erklaert Joachim Limburg, technischer Produkt-Manager der Duesseldorfer Legent GmbH.

Legent sucht die Luecken der IBM- und HP-Systeme

Diese Nischen sieht Limburg vor allem in Funktionen, die von grossen Netzwerk- und System-Management-Systemen e la Systemview (IBM) oder Openview (HP) nicht abgedeckt werden. Ausserdem sei ein Software-Anbieter glaubwuerdiger, wenn er Produkte fuer heterogene Umgebungen verspricht. So koenne Legent Offenheit garantieren, weil es als Transportmechanismus durchgehend das als Standard geltende Simple Network Management Protocol (SNMP) anbiete. Auch andere Standards wie das Distributed Computing Environment (DCE) der OSF wuerden unterstuetzt.

Die Hauptstaerke der Ende vergangenen Jahres mit Produkten ausgestatteten Management-Umgebung XPE fuer Client-Server-DV liegt laut Legent jedoch in ihrer Skalierbarkeit. Diese ruehre von sogenannten Domain-Managern her. Damit lassen sich Netzwerke in lokale Einheiten (Domains) auf LAN-Ebene einteilen. Mehrere solcher Manager koennen von einem zentralen Host aus verwaltet werden.

Agent-Technologie von Digital Analysis Corp.

Zur Systemverwaltung verwendet Legent sowohl Poll-Mechanismen, mit deren Hilfe einzelne Netzknoten regelmaessig auf ihren Status abgefragt werden, als auch sogenannte Smart Agents, die auf den zu ueberwachenden Systemen installiert sind und erst in vordefinierten Situationen aktiv werden. Agents werden bei Legent fuer unterschiedlichste Aufgaben eingesetzt. Diese reichen vom System-, Ressourcen- und Datenbank-Monitoring ueber eine einheitliche Motif- Oberflaeche bis zum bereits erwaehnten Domain-Management. Dazu bietet das Unternehmen ein Toolset zur Erstellung von verteilten SNMP-Agents an.

Ein Teil der Agent-Technik stammt von der kuerzlich aufgekauften Digital Analysis Corp., Reston, Virginia, und aus dem mit der IBM durchgefuehrten Mercury-Projekt. Die dabei entstandenen Agents dienen der Automatisierung von Betriebssystemfunktionen. Diese Technik ist fuer OS/2, HP-UX und AIX verfuegbar. Auch das Novell- Unix Unixware soll folgen.

Weitere Agent-Produkte sind unter der Bezeichnung "Prevail/XP" in Zusammenarbeit mit HP entstanden. Das Modul "Automation Point for HP-UX" uebertraegt die Automationsfunktionen der Prevail-Produkte auf die einzelnen Unix-Plattformen von HP. Damit lassen sich laut Hersteller so unterschiedliche Betriebssysteme wie MVS, VM, VMS, OS/2 und Unix mit einem einzigen Modul verwalten. Ueber ein analoges Produkt koennen auch IBMs AS/400-Systeme eingebunden werden. Zusaetzliche Prevail/XP-Techniken befassen sich mit dem Output-Management, der Produktionsueberwachung und der Problemverwaltung.