Melden Sie sich hier an, um auf Kommentare und die Whitepaper-Datenbank zugreifen zu können.

Kein Log-In? Dann jetzt kostenlos registrieren.

Falls Sie Ihr Passwort vergessen haben, können Sie es hier per E-Mail anfordern.

Der Zugang zur Reseller Only!-Community ist registrierten Fachhändlern, Systemhäusern und Dienstleistern vorbehalten.

Registrieren Sie sich hier, um Zugang zu diesem Bereich zu beantragen. Die Freigabe Ihres Zugangs erfolgt nach Prüfung Ihrer Anmeldung durch die Redaktion.

10.05.2007

MAN erhöht mittelfristige Renditeziele ... (zwei)

Im April habe der Auftragseingang in den produzierenden Bereichen mit teilweise mehrstelligen Zuwachsraten angehalten, teilte MAN weiter mit. In den ersten vier Monaten verzeichnete das Unternehmen damit ein Plus von 11% auf 4,3 Mrd EUR. Dabei schrieben die Nutzfahrzeuge 32% mehr Aufträge als im Vorjahreszeitraum, bei den Dieselmotoren waren es 17% mehr. Die Bestellungen der Turbomaschinen lagen auf Vorjahresniveau.

Im April habe der Auftragseingang in den produzierenden Bereichen mit teilweise mehrstelligen Zuwachsraten angehalten, teilte MAN weiter mit. In den ersten vier Monaten verzeichnete das Unternehmen damit ein Plus von 11% auf 4,3 Mrd EUR. Dabei schrieben die Nutzfahrzeuge 32% mehr Aufträge als im Vorjahreszeitraum, bei den Dieselmotoren waren es 17% mehr. Die Bestellungen der Turbomaschinen lagen auf Vorjahresniveau.

Dagegen wiesen die Industriedienstleistungen aufgrund von Großaufträgen im Vorjahreszeitraum um 29% rückläufige Orders aus. Der Auftragsbestand im Konzern betrug per April 12,994 Mrd EUR, das sind 15% mehr als in den ersten vier Monaten 2006.

Die deutlich verbesserte Ertragskraft, die nun zu einer Erhöhung der Renditeziele geführt hat, geht auf die erfolgreiche Restrukturierung des erst seit Anfang 2005 amtierenden Samuelsson zurück: Der Schwede verschlankte das einst weit verzweigte Industriekonglomerat, verkaufte Verlustbringer sowie wenig profitable Einheiten und trimmte die verbliebenen Sparten auf Rendite.

Unter seiner Führung erhöhte der Nutzfahrzeug- und Maschinenbaukonzern unterstützt von einem starken Konjunkturaufschwung regelmäßig die Gewinnprognosen und erfüllte schneller als erwartet die Renditeansprüche.

Bisher strebte der Münchener Konzern über die Zyklen hinweg im Durchschnitt eine Umsatzrendite von 6% an. In konjunkturell guten Zeiten sollte eine Umsatzmarge von 7,5% erreicht werden, in schlechteren Zeiten sollte die Rendite nicht mehr als 1,5 Prozentpunkte unter dem Durchschnittswert liegen. Bereits im vergangenen Jahr übertraf MAN mit 8,5% die selbstgesteckte Messlatte. Für das laufende Jahr hat Samuelsson eine Umsatzrendite in der Größenordnung des ersten Quartals bei 9,6% in Aussicht gestellt.

Auch die Verzinsung des eingesetzten Kapitals (Return on Capital Employed - ROCE) lag mit 28% im vergangenen Jahr weit über dem Kapitalkostensatz von 11% und dem bisherigen Zielwert von 18%. Sobald die Rendite die Kapitalkosten übersteigt, hat das Unternehmen an Wert gewonnen hat, was wiederum langfristig die Voraussetzung für steigende Aktienkurse ist.

Die neue Messlatte für die Umsatzrendite gilt MAN zufolge für alle vier Sparten und soll auch dort als Durchschnittswert bis 2010 erreicht werden. Das Kapitalrendite-Ziel von 22% sei ein Mindestwert.

Die Nutzfahrzeugsparte hat 2006 mit 7,7% bereits die alte Marke von 7,0% Umsatzrendite überschritten. Das neue Ziel von 8,5% soll aufgrund der derzeit boomenden Lkw-Nachfrage schon 2007 erreicht werden. Dies hat Nfz-Vorstand Anton Weinmann bereits vor einigen Wochen angekündigt.

Während das Lkw-Geschäft im ersten Quartal eine Umsatzrendite von 9,9% auswies, nannte MAN die Marge von 1,2% bei den Bussen unbefriedigend. Deshalb sollen auch die Busse bis 2010 das Spartenziel von 8,5% erreichen. Die Kapitalrendite der Nutzfahrzeuge lag im vergangenen Jahr mit 26,8% über der geforderten Mindestverzinsung von 18%.

Für die anderen Industriesparten Dieselmotoren und Turbomaschinen galt ebenfalls die Zielmarge von 6,5%, wobei die Schwankungsbreite bei den Dieselmotoren mit 2,5 Prozentpunkten weiter gefasst war als bei den Nutzfahrzeugen und Turbomaschinen. Die Industriedienstleistungen unter dem Dach der Ferrostaal AG sollten eine Umsatzrendite von 4,0% erreichen. Für alle Sparten war ein ROCE von mindestens 18% gefordert.

Der profitabelste Geschäftsbereich waren im vergangenen Jahr die Dieselmotoren, die nicht zuletzt vom Boom im Schiffbau profitierten. Die Umsatzmarge belief sich auf 12,7%, der ROCE auf 46,6%. Die Umsatzrendite der Turbomaschinen belief sich auf 7,8% und die Kapitalrendite auf 30,5%. Bei den Industriedienstleistungen wurden nicht zuletzt aufgrund der Ausgliederung des margenschwachen Stahlhandels 8,6% bzw 29,3% ausgewiesen.

Webseite: http://www.man.de

-Von Matthias Krust, Dow Jones Newswires, +49 (0)711 22874 12,

matthias.krust@dowjones.com

DJG/mtk/brb

Copyright (c) 2007 Dow Jones & Company, Inc.