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27.04.2007

MAN Ferrostaal will bis 2010 wieder 2 Mrd EUR Umsatz schreiben

ESSEN (Dow Jones)--Die Dienstleistungssparte des Münchener Nutzfahrzeug- und Maschinenbaukonzerns MAN will nach zahlreichen Desinvestitionen das neue Kerngeschäft intensivieren und so mittelfristig den Umsatzabfluss wieder ausgleichen. "Bereits 2010 wollen wir die 2-Mrd-EUR-Grenze beim Umsatz wieder erreichen", kündigte Matthias Mitscherlich, Vorstandsvorsitzender der MAN Ferrostaal AG und Konzern-Vorstandsmitglied, am Freitag in einer Pressemitteilung an. Längerfristig strebe der Industriedienstleister einen Umsatz von 3 Mrd EUR an.

"Dabei wollen wir das heutige Rendite-Niveau von über 8% beibehalten", so der Manager. Gleichzeitig kündigte er die Abspaltung des Stahlhandels für das dritte Quartal an. Diese vergleichsweise margenschwachen Aktivitäten mit einem Umsatzvolumen von 1,3 Mrd EUR wurden vergangenes Jahr ausgegliedert. Aktuell laufen Verhandlungen mit potenziellen Partnern. "Unser Ziel ist es, den Stahlhandel mit einem Mehrheitspartner zusammenzubringen, mit dem das Geschäft substanziell wachsen kann", so Mitscherlich.

Im vergangenen Geschäftsjahr wies die nunmehr auf Anlagenbau und industrielle Dienstleistungen ausgerichtete Ferrostaal einen stagnierenden Umsatz von 1,4 Mrd EUR aus. Das EBIT kletterte auf 119 (Vorjahr 64) Mio EUR. Die Umsatzrendite legte damit auf 8,6% von 4,5% zu. Die Kapitalrendite (Return on Capital Employed - ROCE) verbesserte sich auf 31,2% (10,9%). Dies sei das beste Ergebnis der Unternehmensgeschichte, so Mitscherlich. In diesen Zahlen sind die verkauften und ausgegliederten Aktivitäten herausgerechnet.

Durch die neue Ausrichtung verlor die MAN-Tochter in den vergangenen drei Jahren ein Umsatzvolumen von rund 1,7 Mrd EUR. Im Gegenzug hat das Unternehmen vor kurzem begonnen, sich mit dem Kauf von Gesellschaften aus dem Anlagenbau zu verstärken. Das Umsatzvolumen aus den Neuerwerbungen bezifferte Mitscherlich auf 100 Mio EUR. Den verloren gegangenen Umsatz will Ferrostaal durch den Ausbau des Kerngeschäfts wieder ausgleichen. Dazu gehören dem Manager zufolge Joint Ventures, Kooperationen und Zukäufe.

Den Schwerpunkt der Geschäfte im Anlagenbau bilden künftig die Bereiche Petrochemie, Energie und Kraftstoffe. Ein wichtiger Bestandteil ist laut Mitscherlich auch die Zusammenarbeit mit der MAN Diesel, einer weiteren Konzerntochter, die Großdieselmotoren herstellt. Über diese Kooperation sichere sich Ferrostaal Hochtechnologie und Produktzugang in der für den dezentralen Kraftwerksbau wichtigen Komponente Dieselmotor. Neue Geschäftsfelder sieht der Manager außerdem im Bereich der erneuerbaren Energien und Kraftstoffe.

Parallel dazu dient die Dienstleistungstochter den Konzern-Sparten als Vertriebsplattform: So übernimmt Ferrostaal beispielsweise in Südamerika und Südostasien den Vertrieb und Service von Nutzfahrzeugen.

Webseite: http://www.man.de

-Von Matthias Krust, Dow Jones Newswires, +49 (0)711 22874 12,

matthias.krust@dowjones.com

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