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03.04.2009

MAN sieht weiter keine Trendwende am Lkw-Markt

MÜNCHEN (Dow Jones)--Der Nutzfahrzeug- und Maschinenbauer MAN AG blickt nach wie vor wenig optimistisch in die Zukunft. "Der Lkw-Markt ist zur Zeit sehr schwach mit deutlich niedrigerem Absatzvolumen", sagte der Vorstandsvorsitzende Håkan Samuelsson am Freitag auf der Hauptversammlung in München. "Wir sehen derzeit noch keine Trendwende."

MÜNCHEN (Dow Jones)--Der Nutzfahrzeug- und Maschinenbauer MAN AG blickt nach wie vor wenig optimistisch in die Zukunft. "Der Lkw-Markt ist zur Zeit sehr schwach mit deutlich niedrigerem Absatzvolumen", sagte der Vorstandsvorsitzende Håkan Samuelsson am Freitag auf der Hauptversammlung in München. "Wir sehen derzeit noch keine Trendwende."

Der DAX-Konzern hatte aufgrund der schwierigen Situation in der Branche bereits einen verschärften Sparkurs angekündigt. Durch Produktionskürzungen, Kurzarbeit, den Abbau von Leiharbeitern und deutlich reduzierte Investitionen sollen die Kosten im Kerngeschäft mit Nutzfahrzeugen im laufenden Jahr um eine halbe Milliarde EUR sinken.

Samuelsson rechnet im ersten Halbjahr 2009 mit einem Einbruch bei den Lkw-Verkäufen um bis zur Hälfte. Das Geschäft mit Lkw und Bussen ist der wichtigste Bereich des Münchener DAX-Unternehmens: Die Nutzfahrzeuge steuerten im vergangenen Jahr rund zwei Drittel zu den Gesamteinnahmen des Konzerns bei und mehr als die Hälfte des operativen Ergebnisses.

Die anhaltend stabilen Geschäfte mit Dieselmotoren und Turbomaschinen dürften jedoch auch im laufenden Jahr "hohe Umsatz- und Ergebnisbeiträge liefern", sagte Samuelsson. "Dies stabilisiert die gesamte MAN Gruppe und bedeutet, dass wir insgesamt besser dastehen als viele andere Industrieunternehmen."

Auch die Übernahme des schweren Lkw-Geschäfts von Volkswagen in Brasilien soll aus der Misere helfen. MAN hofft auf Einsparpotentiale von 50 Mio bis 70 Mio EUR pro Jahr.

Von der restriktiven Kreditvergabe der Banken in Folge der Finanzkrise sei MAN nicht direkt betroffen, sagte Samuellson: "Wir werden in den nächsten zwei Jahren auch keine wesentlichen Kreditlinien neu verhandeln müssen", fügte er an.

Die Aktionäre des Münchener Konzerns sollen am Freitag nicht nur ihre Zustimmung zur Umwandlung der Rechtsform in eine europäische Aktiengesellschaft (Societas Europaea, SE) geben. MAN will seine Führungskräfte künftig auch in Aktienoptionen belohnen. Zwar sehe der Lkw- und Motorenbauer derzeit keinen Bedarf für einen Aktienrückkauf und habe auch im vergangenen Jahr keine eigenen Aktien gekauft. MAN bat die Anteilseigner dennoch, die Ermächtigung um 18 Monate zu verlängern.

Webseite: http://www.man.eu/ -Von Katharina Becker, Dow Jones Newswires; +49 (0)69 - 29725 112, katharina.becker@dowjones.com DJG/kat/ncs

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