Melden Sie sich hier an, um auf Kommentare und die Whitepaper-Datenbank zugreifen zu können.

Kein Log-In? Dann jetzt kostenlos registrieren.

Falls Sie Ihr Passwort vergessen haben, können Sie es hier per E-Mail anfordern.

Der Zugang zur Reseller Only!-Community ist registrierten Fachhändlern, Systemhäusern und Dienstleistern vorbehalten.

Registrieren Sie sich hier, um Zugang zu diesem Bereich zu beantragen. Die Freigabe Ihres Zugangs erfolgt nach Prüfung Ihrer Anmeldung durch die Redaktion.

18.07.2006 - 

Kolumne

Management by SOA

Der Begriff Service-orientierte Architektur beschreibt ein Gestaltungsprinzip, das es erlaubt, Applikationen als Bündel lose gekoppelter, aber standardisierter Services zu gestalten. Dieses Designprinzip bietet enorme Möglichkeiten für die Flexibilisierung der IT und erhöht die Geschwindigkeit drastisch, mit der neue Services angeboten werden können. Die Flexibilität resultiert hauptsächlich aus der Existenz standardisierter Schnittstellen, über die Services unabhängig von ihrer Programmierung und Funktion miteinander verbunden werden können.

Als Designprinzip für Software liegen die Vorteile von SOA auf der Hand. Aber würde SOA als Management-Prinzip in IT-Abteilungen ähnlich segensreich wirken? Ein solches "Service-orientiertes Management" setzt voraus, dass IT-Abteilungen und ihre Verantwortlichen nicht mehr in erster Linie in Applikationen, Middleware und Servern denken, sondern das Erbringen von Dienstleistungen als ihre Kernaufgabe betrachten. Dabei kann es beispielsweise um die Fakturierung von Rechnungen gehen, die Entgeltabrechung von Mitarbeitern, das Reservieren und Abrechnen von Sitzplätzen in einem Flugzeug oder das automatische Ablesen von Stromzählern.

Dieses Umschalten auf eine andere Denkkategorie - Verfügbarkeit eines Service statt Verfügbarkeit eines IT-Teilsystems - könnte erdrutschartige Veränderungen nach sich ziehen:

- Die Ziele der IT-Abteilung ließen sich viel klarer an den Unternehmensprioritäten ausrichten und ihr Erreichen an der Qualität und pünktlichen Lieferung des jeweiligen Service messen. Die Diskussion um den Wertbeitrag der IT wäre vorbei.

- Das Priorisieren und Verteilen von Aufgaben innerhalb der IT könnte sich ebenfalls an den zu erbringenden Services ausrichten.

-IT-Leistungen wären standardisiert und damit besser vergleichbar - auch mit den Leistungen von externen Service-Providern.

- Die schwere Aufgabe, Nicht-ITlern erklären zu müssen, womit sich die IT zurzeit beschäftigt, was das soll und mit welchen Schwierigkeiten sie dabei zu kämpfen hat, entfiele. Die Antwort: "Wir sorgen für Ihre pünktliche Gehaltsabrechung" dürfte jeden Kollegen zufriedener machen als die, dass das HR-System Schwierigkeiten mit der hauseigenen Datenbank hat und deshalb die Performance in den Keller gegangen ist.

Diese Kolumne finden Sie auch im Blog der computerwoche unter blog.computerwoche.de. Dort können Sie Ihre Meinung abgeben und sofort veröffentlichen. Wir freuen uns auf Ihren Kommentar.