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Informix will es mit Oracle aufnehmen


08.11.1996 - 

Management-Features und Replikation für die Datenbank

"Wir wollen der größte Datenbankanbieter werden", verkündete Informix-CEO Phil White. In Anspielung auf den Konkurrenten Oracle fügte er hinzu, den Ehrgeiz, größtes Softwarehaus zu werden, überlasse er anderen. Sein hochstecktes Ziel will er mit Hilfe von Partnerunternehmen und der Fähigkeit erreichen, beliebige Datentypen zu integrieren, wie das der Universal Server mit seiner Datablade-Technik verspricht. Helfen sollen aber auch die lange erwarteten und nun für Ende des Jahres angekündigten Replika- tionsfunktionen.

Die Replikation, wie sie von den Konkurrenten längst angeboten wird, ist eine für verteilte Datenbanken unerläßliche Funktion, um die Datenkonsistenz durch regelmäßige Updates auf den verschiedenen Systemen zu gewährleisten. Informix will zwei Varianten herausbringen. Kostenlos erhalten die Kunden "Workgroup Replication", ein Produkt, das lediglich die hauseigenen Systeme der Online-Reihe unterstützt und ausschließlich asynchron arbeitet. Dabei werden die verteilten Systeme quasi Abonnenten eines zentralen Servers.

Die ebenfalls in Paris angekündigte "Enterprise"-Version soll dagegen eine Peer-to-peer-Verbindung ermöglichen. Für die Replikation mit den Datenbanksystemen von IBM, Sybase, Microsoft und Oracle greift Informix auf den "Omnireplicator" der Praxis International Inc., Framingham, Massachusetts, zurück. Er soll rund 600 Dollar pro User kosten.

Zu den Ankündigungen in Paris zählen darüber hinaus die als "Informix Enterprise Command Center" (IECC) bezeichneten Werkzeuge. Das System arbeitet grundsätzlich mit Agenten auf Basis der objektorientierten Common Object Request Broker Architecture (Corba). Damit lasssen sich von einem Punkt aus verteilte Informix-Datenbanken verwalten, sobald die Technik - wie versprochen - binnen sechs Monaten ausgeliefert ist.

Neu ist auch die Management Information Base (MIB), eine zentrale Konsole für Informationen, die von Agenten über das herkömmliche Simple Network Management Protocol (SNMP) geliefert werden. Damit lassen sich Informationen über das Leistungsverhalten der Datenbank auch von System-Management-Produkten anderer Hersteller überwachen.