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19.05.2000 - 

Schwachstellen im Netz rechtzeitig erkennen und beheben

Management-Tools go E-Business

LAS VEGAS (ave) - Das Internet und damit einhergehende neue Geschäftsmodelle wie E-Commerce stellen hohe Anforderungen an die darunter liegende Infrastruktur in Unternehmen. Leistungseinbrüche oder Ausfälle bedeuten verlorenes Geld. Hersteller wie Netscout, Aprisma, Tivoli und BMC zeigten auf der Networld + Interop verbesserte Versionen ihrer Management-Systeme, die Administratoren helfen sollen, folgenschwere IT-Abstürze zu verhindern .

Speziell auf den elektronischen Handel und das Überwachen der Leistungsfähigkeit von Web-Seiten in Echtzeit hat Netscout seine komplett neu entwickelte Suite "Ngenius" zugeschnitten. "Ngenius Probes" sind Hardwarekomponenten, die an bestimmten Stellen im Netz platziert werden, um den Datenverkehr zu überwachen. Die dabei gesammelten Informationen überträgt das System an den "Ngenius Server", der sie in einer Datenbank speichert. Der "Ngenius Performance Monitor" kontrolliert das Datenvolumen für eine bestimmte Web-Adresse, Reaktionszeiten und Verbindungsaufbau. Bei Leistungseinbußen werden Alarme ausgelöst. Mit "Ngenius Traffic Monitor" lässt sich das Problem dann eingehend analysieren.

Ngenius bietet die Möglichkeit der Integration in Hewlett-Packards "Openview": Entdeckt dieses System einen Fehler, kann sofort über die Netscout-Lösung nach der Ursache geforscht werden. Das komplette System ist ab 45 000 Dollar zu haben, wobei allein rund 20 000 Dollar auf eine Probe entfallen. Server und Monitor sind ab Juni verfügbar, die Probes und der Performance Monitor kommen im August auf den Markt.

Einen ähnlichen Ansatz verfolgt Aprisma mit einer neuen Management-Plattform, die unter dem Codenamen "Prism" entwickelt wird. Sie basiert auf der in Las Vegas vorgestellten Version 6.0 des Netzverwaltungs-Tools "Spectrum". Prism soll in der Lage sein, Informationen aus Frameworks oder anderen Netz-Management-Lösungen auszuwerten, um Performance-Einbrüchen vorzubeugen. Die Plattform soll noch in diesem Jahr auf den Markt kommen.

Tivoli nutzte die Messe, um Version 6.0 seiner Netz-Management-Lösung "Netview" vorzustellen. Das Produkt verfügt nun über eine in Java geschriebene Client-Konsole. Damit sollen jetzt wesentlich mehr Nutzer als vorher gleichzeitig auf den Management-Server zugreifen können. Netview 6.0 wurde um die Option erweitert, Regeln (sogenannte Smartsets) für ganze Gruppen von Geräten festzulegen. Ein bestimmter Smartset kann dabei beispielsweise alle in einer Abteilung vorhandenen Router oder Switches umfassen. Fügt die IT-Abteilung dem Firmennetz später weitere solche Komponenten hinzu, sollen die Smartsets ohne weitere Anpassung auch für diese gelten.

Tivoli hat aber auch die Fehlererkennung von Netview verbessert. Nach Angaben des Herstellers soll das Produkt nun in der Lage sein, Probleme genauer zu analysieren. Fällt ein bestimmtes Gerät aus und legt dadurch weitere Netzelemente lahm, soll Netview dies erkennen können. Anstatt alle Komponenten als inaktiv anzuzeigen, kann die Lösung laut Hersteller nun die tatsächliche Ursache eines Problems identifizieren und anzeigen. Netview 6.0 ist ab sofort zu einem Preis ab 6200 Dollar verfügbar. Es läuft unter Unix, Windows NT und Windows 2000.

BMC präsentierte mit "Patrol 2000" ebenfalls ein neues Produkt. Es soll Administratoren bei der Analyse von Problemen im Netz unterstützen. Außerdem ist damit die Aufrechterhaltung von Service-Level-Agreements (SLAs) für verschiedene Bereiche innerhalb eines Unternehmens möglich. Beispielsweise lassen sich Angaben des Herstellers zufolge genau definierte Antwortzeiten oder Übertragungskapazitäten für bestimmte Arbeitsgruppen oder Anwendungen festlegen. Drohen die tatsächlichen Werte unter diese Schwelle abzusinken, wird automatisch eine Gegenmaßnahme eingeleitet, etwa ein Script gestartet, um das Problem zu beheben. Dank einer neuen Modellierungs-Engine soll Patrol jetzt Tausende individuelle Messungen gleichzeitig vornehmen können. Fällt eine Anwendung wie Microsofts "Exchange" aus, ist das Tool in der Lage, anhand der gesammelten Werte die wahre Ursache für das Problem zu ermitteln. Patrol 2000 unterstützt alle wichtigen Unix-Derivate, Windows NT und Windows 2000 und soll noch in diesem Quartal auf den Markt kommen. Die Preise beginnen bei 820 Dollar.