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01.03.2002 - 

Gastkommentar

Management verschläft IT-Sicherheit

Markus Bittnerist Manager Technology RiskConsulting für IT-Sicherheit,IT-Audit und IT-Infrastruktur bei Andersen in Düsseldorf.

Die Gefahr, dass Unternehmensdaten in unberechtigte Hände geraten, wächst. Vor allem das Internet erweist sich zunehmend als Einstiegspforte für das Hacking, ergab eine Befragung von 850 westeuropäischen Managern und IT-Spezialisten. Danach kommen mittlerweile 55 Prozent der Angriffe von außen: davon 48 Prozent über das Internet und sieben Prozent über Wählverbindungen.

Diese Zahlen haben das Management immer noch nicht sensibilisiert. 82 Prozent der befragten Manager meinen, mit einer durchgehenden Sicherheitsstrategie bereits viel für die Sicherheit der Unternehmensdaten und -systeme getan zu haben. Die Realität sieht jedoch anders aus. Auf eine umfassende Sicherheitspolitik, die zudem ständig überwacht und aktualisiert wird, kann nur ein Viertel der befragten westeuropäischen Unternehmen verweisen.

Damit ist zwangsläufig auch der technologische Schutzschirm der meisten Unternehmen löchrig wie ein Schweizer Käse. Betont wird in der Regel der bloße Zugangsschutz in Form von verschlüsselten Virtual Private Networks, Firewalls, Intrusion Detection und Virenschutz. Ein moderner Zugriffsschutz mittels Single-sign-on, zumindest Reduced-sign-on, und Public-Key-Infrastrukturen, über die die Zugriffe bis in die Zielsysteme mit den Daten hinein kontrolliert werden könnten, kommt dagegen weiterhin zu kurz. Entsprechend macht sich bei den IT-Spezialisten in den Unternehmen Ernüchterung breit. Sie monieren, dass hohe Führungskräfte nicht erkennen, wie wichtig die Unternehmensdaten für das Geschäft sind.

Verschläft das Topmanagement weiterhin die IT-Sicherheit, könnten viele westeuropäische Unternehmen infolge von Hacking aus dem Internet bald das Nachsehen auf dem Markt haben.