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Spekulationen über die Zukunft der Firma

Manager kehren Bea Systems den Rücken

03.09.2004

Angesichts eines gesättigen Kerngeschäfts mit Applikationsservern musste Bea die Weichen für die Zukunft stellen. Günstigere Pakete für Softwareentwickler wurden geschnürt, zudem der Mittelstand als lukratives Betätigungsfeld entdeckt. Außerdem beförderte Bea den Vertriebsleiter Tom Ashburn zum Chef von Marketing, Services und Vertrieb. Die Umbauarbeiten hatten vergangene Woche zur Folge, dass der amtierende Marketing-Vorstand Tod Nielsen das Unternehmen verließ, um sich, wie es offiziell hieß, anderen Interessen zu widmen. Er hätte laut Informationsdienst "Computerwire" nicht mehr direkt an den CEO Alfred Chuang berichtet, sondern an Ashburn.

Wann tritt ein Käufer auf?

An sich ist ein derartiger Schritt kaum beachtenswert, wenn in den Monaten zuvor nicht schon eine Handvoll von Top-Managern bei Bea das Weite gesucht hätte. Exemplarisch seien der Chefarchitekt Adam Bosworth sowie der Cheftechniker Scott Dietzen genannt. Dies nährte die Spekulationen, das Unternehmen gehe einer unsicheren Zukunft entgegen. So wird der langjährige Partner Hewlett-Packard (HP) seit geraumer Zeit als Käufer gehandelt. Auch Oracle hatte im Prozess um die Peoplesoft-Übernahme zu Protokoll gegeben, Bea als einen Akquisitionskandidaten zu betrachten - wenn der Preis stimme.

Dieser ist im laufenden Jahr den Vorstellungen von Oracle-Chef Lawrence Ellison entgegen gekommen: Die Aktie von Bea hat gegenüber Januar rund 50 Prozent ihre Wertes verloren. Analysten befürchten, dass die Firma Probleme hat, rasch in neue Geschäftsfelder vorzudringen. Zudem steigt der Konkurrenzdruck im Middleware-Segment. Die vergangenen zwei Quartale schloss das Unternehmen mit sinkenden Lizenzeinnahmen ab. (ajf)