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13.09.1985 - 

Kienbaum: Entscheider brauchen Gürtel nicht enger zu schnallen:

Manager-Salär zieht weiter nach oben an

GUMMERSBACH (CW) - Die Million "p.a." ist noch einsame Spitze bei der Vergütung deutscher Manager. Klagen kann indes keiner dieser Entscheider.

Ihre Monatsgehälter stiegen im vergangenen Jahr, wie die Kienbaum Personalberatung in Gummersbach ermittelte, um rund vier Prozent. Variable Komponenten wie Tantiemen kommen zudem stärker ins Gespräch.

Die Monatsgehälter der deutschen Führungskräfte stiegen nach Werten aus Gummersbach von 1984 bis 1985 zwischen 3,5 Prozent und 4 vom Hundert. Der durchschnittliche deutsche Unternehmensleiter erhält ein Jahresgrundgehalt von zirka 175 000 Mark und darüber hinaus eine erfolgsabhängige Tantieme - sie richtet sich in aller Regel nach dem erzielten Gewinn - in Höhe von etwa 60 000 Mark. Die von Kienbaum ermittelten Gehaltsbandbreiten sind gerade bei Geschäftsführern sehr groß. Sie reichen von 100 000 Mark bis zum Zehnfachen im Jahr. Diese Spitzeneinkommen sind zwar publizitätswirksam, allerdings sehr selten, kommentierten die Berater.

Die der Geschäftsleitung unterstellten Führungskräfte (Bereichs- oder Hauptabteilungsleiter) beziehen im Schnitt um 105 000 Mark als Jahresfixum plus einer variablen Zulage in Höhe von 20 000 Mark. Die Verteilung: Ein Drittel verdient unter 95 000 Mark, ein weiteres Drittel bringt es auf bis zu 120 000 Mark, der Rest liegt darüber. Da Vorgesetzte immer spürbar besser verdienen ("müssen") als Untergebene, pointieren die Kienbaum-Analysten, liegt das Durchschnittseinkommen von Abteilungsleitern noch einmal um 20 Prozent niedriger als das der ihnen übergeordneten Hauptabteilungsleiter, nämlich bei 90 000 Mark Fixum plus 10 000 Mark mehr oder weniger erfolgsabhängiger Prämie.

Die variablen Vergütungsteile sind derzeit, wissen die Gummersbacher, vor allem im mittleren Management noch unterentwickelt. Sie erreichen - wenn überhaupt - häufig nur die Höhe eines 13. Monatsgehalts. Der Markt ist aber in Bewegung geraten: Viele Unternehmen wollten entweder erfolgsabhängige Vergütungen einführen oder bestehende variable Komponenten ausweiten und effizienter gestalten. Der Trend gehe zu Zielerreichungs-Tantiemen in Form von definierten Projekt- oder Aktionszielen. Sie sind allerdings vor allem im oberen Management nach wie vor mit Gewinngrößen verknüpft. Diese Ziele gehen nicht mehr von den generellen Stellenaufgaben aus, sondern leiten sich situationsbezogen aus der laufenden Unternehmenstätigkeit ab, skizzieren die Kienbaum-Berater. Sie bezweckten letztlich die Verbesserung bestehender Zustände, und diese Verbesserung sei den Unternehmen eine entsprechende Vergütung wert.