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23.07.1999 - 

Forsa-Institut untersucht Arbeitsweise von Führungskräften

Manager sind nicht konsequent in ihrer Selbstorganisation

MÜNCHEN (CW) - Die überwiegende Mehrheit der Manager fühlt sich bei der Arbeit durch externe Störfaktoren behindert. Nach einer Umfrage des Forsa-Instituts unter 500 repräsentativ ausgewählten Managern der deutschen Wirtschaft wird vor allem die Arbeitsweise der Mitarbeiter als Quelle für Streß genannt. Abhilfe schaffen könnte ein effektiveres Selbst-Management.

Wer ständig alles auf einmal bewältigen will, verzettelt sich. Das Festlegen von Prioritäten ist deshalb oberstes Gebot für effektives Selbst-Management. Doch etwas mehr als die Hälfte der Manager (58 Prozent) folgt dieser goldenen Regel. Auch die Neigung, schwierige oder unangenehme Aufgaben vor sich herzuschieben, ist unter Managern häufig (38 Prozent).

Kein Interesse an Zielkontrollen

Junge Führungskräfte bis zu etwa vierzig Jahren gehen bei ihrer Selbstorganisation ein besonders hohes Risiko ein: 31 Prozent verlassen sich bei der Ziel- und Aufgabenplanung ganz und gar auf ihr Gedächtnis. Die schlechte Angewohnheit, Aufgaben nicht schriftlich zu fixieren, ist auch unter weiblichen Führungskräften weit verbreitet (34 Prozent). Mangelnde Konsequenz zeigen Manager außerdem bei der Zielkontrolle: Nur ein gutes Drittel überprüft, ob die gesetzten Ziele tatsächlich erreicht wurden. Die Mehrheit der Führungskräfte kümmert sich darum nur sporadisch.

Inkonsequenzen beim Selbst-Management rächen sich bitter: So haben 57 Prozent aller Manager am Ende eines Arbeitstages das Gefühl, längst noch nicht alle Aufgaben bewältigt zu haben. 28 Prozent der Führungskräfte nehmen sich deshalb regelmäßig am Abend oder am Wochenende Arbeit mit nach Hause. Für weitere 30 Prozent stehen Überstunden im Büro praktisch auf der Tagesordnung.

Planungssystem steigert Effizienz

Wenn es indes darum geht, die wesentlichen Störfaktoren zu analysieren, haben viele Chefs nicht die eigenen Schwachpunkte, sondern die unzuverlässige Arbeitsweise der Mitarbeiter im Visier. Viele Arbeitsprozesse ließen sich nach Meinung von fast zwei Dritteln der Führungskräfte effizienter gestalten, wenn die Mitarbeiter sie nur exakter planen würden. Häufige Folgen der mangelhaften Planungsfertigkeiten: unproduktive, weil schlecht vorbereitete Meetings (58 Prozent) sowie lästige Störungen durch Mitarbeiter, die unangemeldet ins Büro platzen, um Detailfragen zu erörtern (76 Prozent).

Für die Mehrheit der Manager steht außer Zweifel, daß ein leistungsfähiges Planungssystem die persönliche Effizienz und die der Mitarbeiter steigert. Offen bleibt indes die Frage, welches System dabei den optimalen Nutzen bietet. Die Forsa-Befragung zeigt, daß sich die individuellen Organisationsprofile deutlich unterscheiden: Termine, Kontakte und Aufgaben halten 75 Prozent der Manager lieber auf Papier als am PC fest.

Für jede zweite Führungskraft ist es deshalb wichtig, das Planungssystem stets bei sich zu haben. Doch auch die computergestützte Planung steht hoch im Kurs: Speziell für das Termin- und Projekt-Management wünschen sich immer mehr Führungskräfte eine Software. Allerdings muß sie einfach in der Bedienung sein. Denn 30 Prozent der Manager halten auch ihren Computer für einen Störfaktor, der häufig mehr Probleme macht, als er bewältigt.