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29.03.2002 - 

Arbeiten bei Microsoft

"Manchmal ist der Schuh etwas groß"

29.03.2002
MÜNCHEN (CW) - Microsoft zählt laut CW-Umfrage unter 700 IT-Profis zu den drei beliebtesten Wunscharbeitgebern. Wer als technologiebegeistert und lernwillig gilt, kann hier Karriere machen. Von CW-Mitarbeiterin Bettina Wirth

"Wir stehen am Vorabend wichtiger technischer Neuerscheinungen wie der Spielekonsole X-Box oder auch des Smartphones Stinger." Albert Hakkers, Personaldirektor der Microsoft GmbH in Deutschland, betont, dass Spaß an der Arbeit für die technologiebegeisterten Mitarbeiter eng mit den Inhalten verknüpft ist. Auch Personal-Managerin Alexandra Striewski meint: "Die Produkte spielen eine große Rolle. Allerdings müssen wir die Vorteile, bei uns zu arbeiten, noch mehr kommunizieren." Ein Job bei Microsoft verlangt den Mitarbeitern viel ab. Hakkers räumt ein: "Manchem ist der Schuh noch zu groß." Deswegen befinden sich die 1200 deutschen beziehungsweise 50000 weltweit beschäftigten Mitarbeiter immer in einem Lernprozess.

"Um die Weiterbildung kümmern wir uns selber", erläutert Hakkers das Trainingskonzept des Konzerns. Microsoft betreibt beispielsweise in Seattle eigene Entwicklungsprogramme und steckt jährlich "viele Millionen Euro" in die Fortbildung seiner Beschäftigten. Zwei Personalentwickler und alle Personalreferenten arbeiten mit den Mitarbeitern daran, ihr Profil zu erweitern. In Gesprächen und während der halbjährlich stattfindenden Zielvereinbarungs- und Beurteilungsgespräche ermitteln Manager, die Personalabteilung und der Beschäftigte gemeinsam den Trainingsbedarf.

Die Entwicklungsmaßnahmen reichen von fachübergreifenden Schulungen wie Vertriebs- und Konflikt-Management-Trainings, über Management-Programme bis zu Methodentrainings wie Projekt-Management, Moderation und Präsentation. Außerdem existieren deutsche und internationale Programme für neue Mitarbeiter.

Wie zufrieden die Mitarbeiter bei Microsoft wirklich sind, dürfen sie einmal im Jahr in einem Fragebogen äußern. In 100 Fragen ermittelt der Konzern, wie die Angestellten ihr Arbeitsumfeld beurteilen. Auch die Manager werden dabei bewertet. Die meisten Führungskräfte erreichten Sympathiewerte von 85 Prozent, so Hakkers, aber es gebe auch einmal jemanden mit 60 Prozent. In einem solchen Fall fragt der Vorstand nach den Gründen und veranlasst entsprechende Trainings.

Dass Microsoft Wunscharbeitgeber vieler IT-Fachleute ist, zeigt die große Zahl der Blindbewerbungen: "Bei uns gehen derzeit unglaublich viele Initiativbewerbungen von hoher Qualität ein." Hakkers schätzt die Zahl auf etwa 3000 pro Monat. Es besteht nach wie vor Personalbedarf: "Offene Stellen bieten wir zurzeit in allen Abteilungen", berichtet Hakkers. Allerdings legt er sich nicht auf konkrete Zahlen fest. Künftige "Microsofties" sollten offene, kommunikative Menschen sein, die sich trauen, ihre eigene Meinung zu vertreten. Auch Teamfähigkeit gilt als wichtige Eigenschaft. "Wir suchen Leute mit einem Leuchten in den Augen", ergänzt Striewski.

Viele Neuzugänge kommen über Microsoft-Mitarbeiter ins Unternehmen. Die Rate derjenigen, die von Freunden angeworben werden, beträgt nach Hakkers` Schätzung etwa 30 Prozent. Den meisten Angestellten scheint es bei der US-amerikanischen Firma zu gefallen, denn die Fluktuationsrate liegt derzeit nur bei etwas über vier Prozent. Das Unternehmen bietet sowohl Fach- als auch Management-Karrieren und pflegt flache Hierarchien. "Von jedem Mitarbeiter aus sind es nur vier Management-Ebenen bis zum Vorstand", so Hakkers. Eine Fachkarriere sei auch finanziell attraktiv, betont der Personalchef: "Einige unserer Professionals in Forschung und Entwicklung beziehen ein sehr gutes Salär, das sich kaum von den Management-Gehältern unterscheidet."

Hakkers` Abteilung unterstützt interne Wechsel, auch weltweit, entweder für wenige Monate oder für längere Zeit. "Zurzeit sind in unserem eigenen Team drei Mitarbeiter aus dem Ausland. Wir entsenden sowohl Deutsche in die USA wie auch umgekehrt."

Auch um das allgemeine Wohlbefinden seiner Mitarbeiter sorgt sich Microsoft: Im hausinternen Fitnessraum und in Aerobic-Kursen stählen sich die Beschäftigten kostenlos. Seit drei Jahren existiert der Microsoft-Sportclub. Die Mitglieder zahlen eine jährliche Gebühr von 20 Euro und können dafür in öffentlichen Sportzentren in der Umgebung der Münchner Niederlassung kostenfrei Tennis, Squash oder Badminton spielen.