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01.06.2001 - 

CEO Poole verliert Richtungsstreit

Mandrakesoft wieder auf Linux-Kurs

MÜNCHEN (CW) - Nach einem Streit über die künftige Produktpolitik des Linux-Distributors Mandrakesoft mussten CEO Henri Poole und seine Gefolgschaft gehen.

Henri Poole hat seinen Posten als Chief Executive Officer (CEO) bei Mandrakesoft räumen müssen. Sein Nachfolger, der Firmenmitbegründer Jacques Le Marois, erläuterte, es habe tiefe Differenzen gegeben. Poole wollte demnach die Firma auf E-Services ohne spezifische Konzentration auf Linux ausrichten. Demgegenüber hätten Le Marois und sein Gründerkollege Gael Duval darauf bestanden, dass Mandrakesoft seiner traditionellen Grundlage, der Linux-Distribution Mandrake, treu bleibt.

Es spricht viel dafür, dass diese Darstellung zutrifft. Mandrake hat die von Poole eingefädelte Übernahme von Coursemetric (siehe CW 8/01, Seite 28) wieder rückgängig gemacht. Diese kalifornische Firma hat nach Angaben eines ehemaligen Mandrakesoft-Mitarbeiters keineswegs die behauptete Kompetenz in Sachen E-Learning-Software vorzuweisen und darüber hinaus keinerlei Erfahrungen mit Linux. Mandrakesoft will laut Le Marois allerdings die Site Mandrakecampus zum Training seiner Anwender und die Site Mandrakeexpert als Supportplattform für Business-Kunden weiterführen.

Mit Poole sind etwa 25 Mandrakesoft-Angestellte gegangen. Es handelte sich dabei laut Le Marois vor allem um US-Amerikaner, die an der E-Services-Strategie des Ex-CEO gearbeitet hatten. Unter den Entwicklern der Distribution und im Support habe es keine Entlassungen gegeben. Mandrakesoft hat jetzt noch 125 Mitarbeiter.

Vor mehr als einem Monat hat, wie jetzt bekannt wurde, der Mandrake-Cheftechniker Jean-Loup Gailly das Unternehmen verlassen. Der Grund war laut Le Marois seine Ablehnung des neuen Firmenkurses unter Poole. Ein weiterer vor den jüngsten Entlassungen ausgeschiedener US-amerikanischer Techniker begründete seinen Schritt ebenfalls mit der Abweichung von Linux sowie mit rüden Management-Methoden unter Poole und seinem Gefolge. Mandrakesoft sei jetzt wieder auf Linux-Kurs und verdiene dabei Unterstützung.