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29.08.1986 - 

Neuer Mehrheitseigner trifft erste Personalentscheidungen:

Mannesmann-Boss überwacht PCS-Finanzen

MÜNCHEN - (ujf) - Drei Monate nach der Übernahme der Mehrheitsanteile bei PCS hat Mannesmann jetzt die ersten Konsequenzen im Managementbereich gezogen. Als Nachfolger von Willi Zander soll Klaus O. Schmidt den Vertrieb auf Vordermann bringen. Die kaufmännische Verantwortung hat Anfang des Monats Horst-Wilhelm Boss - vormals Mannesmann-Kienzle - übernommen.

Schwächen im Vertriebskonzept waren die Hauptursache dafür, daß die PCS Computersysteme GmbH - damals nach "Periphere Computer Systeme GmbH" - im Frühjahr in eine Sackgasse geraten war, aus der sie aus eigener Kraft nicht mehr herauskam. Die Gründerfamilie Färber mußte sich damit abfinden, daß die Mannesmann-Werke AG mit 65 Prozent die Mehrheit übernahm. Der Hersteller der Cadmus-Minicomputer arbeitete hauptsächlich in Märkten, in denen wenig zu verdienen war, etwa im Sektor Forschung und Lehre (vgl. CW Nr. 21 vom 23. Mai 1986). Jetzt soll der bisherige Geschäftsführer der Mad Computers (Deutschland) GmbH, Klaus O. Schmidt (48), als Mitglied einer Führungstroika Färber/Boss/Schmidt neue Akzente im Marketing setzen. Schwerpunkt soll der Ausbau des

OEM-Geschäfts sein, wobei niemand bei PCS ausdrücklich den Namen Kienzle nannte.

Schon vor dem Einstieg Mannesmanns hatte Professor Georg Färber, Bruder des für Entwicklung und Produktion verantwortlichen Geschäftsführers Eberhard Färber und Mitgründer der PCS, Schmidt für sein Unternehmen zu gewinnen versucht. Der war allerdings erst kurz zuvor von Apple zu Mad Computers gegangen und wollte nicht schon wieder den Job wechseln. Allerdings gelang es den Färber-Brüdern, Mannesmann-Vorstandschef Werner H. Dieter für Schmidt zu interessieren. Zum 1. September steht dieser nun in Diensten der Münchner Mannesmann-Tochter.

Übernahmeerfahrung

Die finanziellen Dinge vertraute Dieter jedoch keinem eingekauften Manager an, sondern seinem in puncto Übernahmen erfahrenen Mitarbeiter Horst-Wilhelm Boss (51). Dieser hatte vorher die von den Düsseldorfern akquirierten Unternehmen Rexroth und Kienzle auf Konzernlinie getrimmt und gilt als sehr versierter Controlling-Mann. Ob dies als Anzeichen dafür zu sehen ist, daß PCS demnächst auch die Corporate Identity annehmen wird und dann als "Mannesmann PCS GmbH" firmiert, wollten die Münchner zunächst noch nicht bestätigen.