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27.06.1975

Mannesmann ist der Größte:1000-Mann-Betrieb geplant

DÜSSELDORF - Mit knapp 800 Mitarbeitern ist die Mannesmann-Datenverarbeitung GmbH (Man-Dat) jetzt schon das größte bundesdeutsche EDV-Service-Unternehmen, die 1000-Mann-Grenze wird für Ende 1976 anvisiert. Der Umsatz soll dann bei 100 Millionen Mark liegen, davon allerdings mindestens 80 Prozent aus dem Konzernbereich. In dem Unternehmen soll die gesamte EDV des Mannesmann-Konzerns konzentriert werden.

Ein erster Schritt wurde schon vor zwei Jahren getan: man vereinbarte, daß die Demag-EDV-Service GmbH (eine Tochter der Demag, die wiederum zu 90 Prozent Mannesmann gehört) keine Aktivitäten mehr nach außen entfaltet. Zum 1. Juni dieses Jahres kamen auch die Mitarbeiter alle unter ein Mannesmann-Dach: alle Demag-Leute bekamen Mannesmann-Verträge.

Großrechner-Sortiment

Derzeit wird bei der Mannesmann-Datenverarbeitung in Lintorf eine Univac 1110 installiert, auf der künftig die bisherigen Demag-Programme laufen sollen. Die 1108 in Duisburg wird abgemietet - es verbleiben dort Terminals, wenn das neue System voll in Betrieb ist.

Neben verschiedenen kleineren Rechenzentren muß noch ein großer Brocken in die Mannesmann-DV-Tochter eingegliedert werden, bis Ende kommenden Jahres das Planziel erreicht ist: die Doppelprozessor-Anlage 370/158, die bei der Demag in Wetter-Ruhr steht und unabhängig vom Demag-EDV-Service arbeitet.

Der Mannesmann-DV-Betrieb hat jetzt schon neben der neuen Univac 1110 eine Siemens 4004/151, je eine IBM 370/168 und 145 und "noch ein paar kleine Anlagen".

Vereinheitlichung durch größere Modelle

In der Typenvielfalt sieht ManDat Mann Hensig keinen Nachteil: "Es gibt zwar seit geraumer Zeit einen Trend zu Vereinheitlichung, aber den verfolgen wir indem kleine Systeme durch größere Anlagen abgelöst werden. Zwischen den größeren Anlagen streben wir einen Verbund an - wir denken, daß das auch mit unterschiedlichen Fabrikaten möglich ist." Als Vorteil der Vielfalt sieht Hensig die Tatsachen an, daß man neue Kunden ohne Umstellungsschwierigkeiten unterbringen kann und daß man für die verschiedenen Jobs auch Anlagen unterschiedlicher Größenordnung hat.

Der Rationalisierungserfolg, den man mit der Zusammenfassung zu erzielen hofft, wird sich zunächst konzernintern auswirken: "Es gibt bei Mannesmann noch eine Menge ungelöster EDV-Probleme" stellt Dr. Wolfgang Faßbender fest, bisher Geschäftsführer des Demag-EDV-Service. Wie sein neuer Titel heißt, weiß er noch nicht.