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27.10.1989 - 

High-Tech-Land Israel wirbt für Joint-ventures

Manpower und feindliche Umwelt gut für DV-Innovationen

MÜNCHEN (CW) - Der israelische Handelsdelegierte und Direktor des Trade Center des Staates Israel in München, Michael Rom, stellte auf der SYSTEMS die Eckdaten der israelischen DV Industrie sowie einige Anbieter seines Landes vor. Er warb für Kooperationen und Joint-ventures mit israelischen Unternehmen.

Israel hat nach Angaben des Trade Center per 31.Juli dieses Jahres Hard- und Software im WeIt von annähernd 1,03 Milliarden US-Dollar ausgeführt. Man hofft, bis zum Ende des Jahres mit Exporten für 1,8 Milliarden Dollar einen um zehn Prozent höheren Wert als 1988 zu erreichen. Als Jahresproduktionswert gab Rom 2,9 Milliarden Dollar an.

Für Software werden ausländische Käufer, so Rom, 60 Millionen von 350 Millionen Dollar Jahresumsatz bis Ende 1989 auf die Konten israelischer Firmen überwiesen haben.

Rom betonte, die israelische DV-Branche sei sehr innovativ, auf einigen Bereichen habe man sogar die .Nase vorn; neben medizinisch-technischen und elektro-optischen Anwendungen nannte er computergesteuerte Systeme zur Tropfbewässerung und zur Nutzung der Sonnenenergie.

Eine feindliche Umwelt erzeuge das Bedürfnis, in grundlegenden Überlebensfragen von fremder Hilfe unabhängig zu sein, wodurch Innovationen wie die genannten gefördert würden, sagte Rom.

Die Expansion der israelischen DV-Branche habe ihre Gründe aber auch in der Beweglichkeit des jungen Staates; die Unternehmen könnten ohne Rücksicht auf Produktionstraditionen neue Wege gehen. Auch sei die hohe Konzentration akademischen Potentials ein Standortfaktor, der für Israel spreche.

Es mangelt allerdings an der finanziellen Ausstattung und den

Marketingmöglichkeiten der israelischen Firmen: Rom warb deshalb für Kooperationen und Joint-ventures mit ausländischen Firmen. Bestehende Freihandelsabkommen Israels mit der EG und den USA machen nach seinen Worten das Land für investitionswillige Partner interessant.

Neben dem Elektronik-Marktführer Tadiran, Hersteller von

Kommunikationssystemen für das Militär, waren weitere neun israelische Unternehmen auf der diesjährigen SYSTEMS vertreten. Von diesen stellte die Aerotel unter anderem Voice-Mail-Systeme mit einer patentierten Impuls-Erkennungstechnik und ein Telefonvermittlungs-System aus; das Unternehmen Design Dialogue präsentierte ein PC-Softwarepaket für Designer mit der Bezeichnung Quick Designer.

Auch Mother Blue fehlt nicht im Heiligen Land: Die Radat Communication wurde 1985 als Kabel-Einrichter für IBM-lsrael gegründet und hat sich auf kompatible Kabelverbindungen, besonders für Großprojekte, spezialisiert. +