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25.01.2002 - 

Version 7.0 erlaubt Client-unabhängigen Zugriff

Mapics bringt ERP-Software auf Java-Kurs

MÜNCHEN (fn) - Mit der Version 7.0 seiner ERP-Suite für I-Series 400 vollzieht der auf die Fertigungsindustrie spezialisierte Hersteller Mapics einen Architekturwandel. Durch die Trennung von Daten und Präsentation vereinfacht sich der Zugriff über unterschiedliche Endgeräte. Hierzu gliederte der Anbieter die Funktionen in drei Server-Module aus und implementierte seine Clients in Java.

Die neue Mapics-Software besteht nun aus drei Modulen, dem "Mapics XA Server" (MXS), dem "Mapics Java Server" (MJS) sowie dem "Custom Definition Server" (CDS). Der Kern der Software verbleibt in der DB/2-Datenbank des I-Series-400-Systems (vormals AS/400), dem Mapics XA Server. Er speichert sämtliche Daten und hält die Business-Logik vor. Funktionen wie etwa Plausibilitätsprüfungen erledigen nach wie vor RPG-Programme. Lediglich Teilfunktionen wurden in Java neu entwickelt. Dazu zählt der Mapics Java Server, der in einem Objektmodell die Geschäftslogik des MXS abbildet und den Zugriff auf Daten über benutzerbezogenene Sicherheitsregeln steuert. Letztere waren bisher Bestandteil des Datenbank-Servers. Die dritte Komponente der neuen Software, der Custom Definition Server, dient der geräteunabhängigen Präsentation von Anwendungsdaten. Er bestimmt über ein Regelwerk, welcher Benutzer welche Objekte auf welche Weise präsentiert bekommt.

Mapics verfolgt mit der neuen Architektur das Ziel, unterschiedliche Clients wie etwa Windows-PCs, Browser sowie persönliche digitale Assistenten (PDAs) über eine einheitliche Softwareplattform bedienen zu können. Hierzu wurden die in C++ beziehungsweise Smalltalk geschriebenen Client-Programme in Java implementiert. Auf Windows-PCs bewerkstelligen nun Java-Applets den Zugriff auf die ERP-Software. Damit auch Clients ohne Java, etwa Browser oder PDAs, mit dem System kommunizieren können, schaltet Mapics den "Websphere Application Server" von IBM dazwischen. Spezielle Servlets (Server-seitiger Java-Code) vermitteln zwischen den "dummen" Clients und der Business-Software. Zudem formatiert der Applikations-Server die Geschäftsdaten in eine für Browser beziehungsweise PDAs konsumierbare Form.

Die drei Server arbeiten dabei folgendermaßen zusammen: Greift der Anwender auf Informationen zu, erstellt der CDS einen Präsentationsplan auf Basis von Benutzerdefinitionen und leitet die Anfrage an den MJS weiter. Dieser zieht die für das Bearbeiten erforderlichen Objekte aus dem Objektmodell heran, und zwar unter Berücksichtigung der festgelegten Sicherheitsrichtlinien. Der MJS ruft die gewünschten Daten per SQL vom MXS ab. Die zurückgelieferten Einträge werden in die geöffnete Präsentationsmaske des CDS eingefügt und dem Benutzer auf seinem Endgerät angezeigt.

Mapics in DeutschlandAuch organisatorisch hat sich Mapics umorientiert. Die deutsche Niederlassung wurde im Spätsommer letzten Jahres auf eine Telefonzentrale zurückgestutzt; Anfragen an das Unternehmen werden an die Pariser Dependance weitergereicht. Je ein "Master Affiliate" übernimmt nun den Vertrieb im jeweiligen Zielmarkt. Ihm sind weitere Service- und Implementierungspartner untergeordnet. Für Deutschland wurde dem in Paderborn ansässigen Beratungshaus Giktec diese Rolle des Master Affiliate übertragen. Der in Alpharetta im US-Bundesstaat Georgia beheimatete ERP-Hersteller Mapics schloss das Fiskaljahr 2001, das am 30. September 2001 endete, mit einem Umsatz von knapp 138 Millionen Dollar bei einem Nettoverlust von fast 27 Millionen Dollar ab. Die Zahl der Installationen im deutschsprachigen Raum beläuft sich auf 130. Neben der I-Series-Software bietet Mapics "Pointman" für Windows an.

Abb: Strukturwandel im Mittelstands-ERP

Die neue Architektur der ERP-Software von Mapics bedient PCs, Browser und PDAs einheitlich über ein Präsentationsmodul, den Custom Definition Server. Quelle: Mapics