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Forrester


25.11.2014 - 

Marken verschwenden mit Facebook und Twitter Zeit und Geld

Thomas Cloer war viele Jahre lang verantwortlich für die Nachrichten auf computerwoche.de.
Er sorgt außerdem ziemlich rund um die Uhr bei Twitter dafür, dass niemand Weltbewegendes verpasst, treibt sich auch sonst im Social Web herum (auch wieder bei Facebook) und bloggt auf teezeh.de. Apple-affin, bei Smartphones polymorph-pervers.
Firmen geben immer mehr Geld aus, um bei Facebook und Twitter "Beziehungen" zu und "Unterhaltungen" mit ihren Kunden zu beginnen.

Nach Ansicht der Marktforscher von Forrester könnte das allerdings vor allem Zeit- und Geldverschwendung sein. Denn: "Sie haben nicht wirklich eine soziale Beziehung mit Ihren Kunden", schreibt Forrester-Analyst Nate Elliott zu dem aktuellen Report "Social Relationship Strategies That Work" (der kostet knapp 500 Dollar). Die Facebook- und Twitter-Posts führender Marken erreichen laut Elliott nur rund zwei Prozent der Fans und Follower; sogar weniger als 0,1 Prozent interagieren im Schnitt mit jedem Eintrag. Zu allem Überfluss habe Facebook ja auch gerade noch angekündigt, künftig weniger nicht bezahlte Werbung in den Neuigkeiten der Nutzer anzuzeigen.

Firmen, die ihre Nutzer tatsächlich online erreichen wollten, sollten das besser auf ihrer eigenen Webseite oder in kleineren, nischigeren Netzwerken versuchen, rät Analyst Elliott. Facebook und Twitter sammelten zwar weiterhin Milliarden für Banner-Werbung ein, seien aber nicht länger die wichtigsten Anlaufstellen für Social Marketer. Facebook sieht der Experte mittelfristig gar zum reinen "Repository für Display Ads" verkommen, schreibt das "Wall Street Journal".

Beim Marketing sei die gute alte E-Mail nicht zu verachten, sagt Elliott. Die erreiche immerhin in 90 Prozent aller Fälle ihre Adressaten. "Und niemand guckt Ihnen über die Schulter und schreibt Ihnen vor, was Sie in E-Mails sagen dürfen und was nicht", zitiert "Fast Company" den Forrester-Mann. "Wenn Sie die Wahl haben zwischen einem neuen Abonnenten auf ihrem Mail-Verteiler oder einem neuen Facebook-Fan, dann nehmen Sie in jedem Fall E-Mail." Und die Kurzfassung dort lautet schlicht:

tl;dr Nicht twittern. Keine Zeit bei Facebook vergeuden. E-Mail funktioniert immer noch.

PS: Das Munich Digital Institute hat aktuell einen ausführlichen Studien-Cross-Check zum Thema "Verlassen Teenager Facebook?" veröffentlicht. Zwei der zentralen Kernaussagen: 1. Die 25-34-Jährigen und die 35-44-Jährigen sind in der Kombination aus Anzahl und Gehalt die relevantesten Zielgruppen auf Facebook; 2. Es gibt Stand heute in der Kombination aus Nutzerzahlen und Aktivität altersübergreifend keine wichtigere öffentliche Plattform als Facebook.

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