Melden Sie sich hier an, um auf Kommentare und die Whitepaper-Datenbank zugreifen zu können.

Kein Log-In? Dann jetzt kostenlos registrieren.

Falls Sie Ihr Passwort vergessen haben, können Sie es hier per E-Mail anfordern.

Der Zugang zur Reseller Only!-Community ist registrierten Fachhändlern, Systemhäusern und Dienstleistern vorbehalten.

Registrieren Sie sich hier, um Zugang zu diesem Bereich zu beantragen. Die Freigabe Ihres Zugangs erfolgt nach Prüfung Ihrer Anmeldung durch die Redaktion.

01.09.2000 - 

Studie der Aberdeen Group warnt vor zu großem Hype

Markt für optische Netze genauso überhitzt wie Dotcom-Szene

MÜNCHEN (CW) - Große Konzerne schlucken im Bereich optische Netze ein Startup nach dem anderen. Laut Aberdeen Group flossen in den vergangenen 18 Monaten insgesamt knapp 38 Milliarden Dollar in solche Akquisitionen. Doch die Marktforscher warnen vor einer Überbewertung.

Mehr als neun Monate hinke die Realität dem Hype hinterher, kritisieren die Autoren der Studie "Moving at Light Speed: the transition to optical networks" der Aberdeen Group. Die Hersteller rühren die Werbetrommel für optische Netze wie die Dotcom-Szene vor einem Jahr. Der Reiz optischer Netze liegt in der Hoffnung, bei entsprechender Nachfrage damit sofort größere Bandbreiten zur Verfügung stellen zu können. Heutzutage dauern Projekte zur Aufstockung von Übertragungsraten oft sieben Monate.

Zunächst konzentrierte sich die Debatte auf Zulieferer für Metropolitan Area Networks (MANs), deren Produkte noch in diesem Jahr zur Marktreife gelangen sollen. Doch ehe es zur Auslieferung kam, verlagerte sich der Schwerpunkt der öffentlichen Diskussion schon hin zu optischen Switches und der Frage, ob Glasfasernetze elektrische Komponenten enthalten sollen oder nicht.

Lieferanten müssen schnell auf die sich ändernden Strömungen im Markt reagieren. Akquisitionen sind oft die einzige Möglichkeit, diesem Druck standzuhalten und sich Know-how anzueignen. Darum wird die Serie von Übernahmen durch Branchengrößen wie Cisco, Lucent oder Nortel sicher nicht abreißen. Die Aufkäufe erwischen die kleinen Firmen immer früher in ihrem Entwicklungszyklus, weil sich die Großen von der Übernahme viel versprechender Spezialisten einen Wettbewerbsvorteil erhoffen. Doch viele haben sich zu weit aus dem Fenster gelehnt und können nun ihren Zeitplan nicht einhalten.