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18.10.1996 - 

IT in der Medienwirtschaft/Kommentar

Markt interaktiv

Die vielzitierte Interaktivität heutiger Medien drückt sich in der Regel allein darin aus, daß die Ware "Unterhaltung" oder "Nachricht" mit einem finanziellen Feedback vom Medienkunden quittiert wird - er bezahlt die Rechnung. Wenn er dazu nicht mehr bereit ist, ist es oft schon zu spät und zu teuer, um den abgedrifteten Zuschauer oder Abonnenten wieder zurückzugewinnen.

Was bis dato nämlich immer noch zu wünschen übrig läßt, ist der Kundenkontakt. Trotz zahlreicher Tools und Verfahren zur Ermittlung von Zuschauermeinungen und Einschaltquoten bleibt der Medienverbraucher - vor allem natürlich der künftige - ein zu wenig bekanntes Wesen.

Hier schalten sich aktuelle Informationstechniken ein, die einerseits ein nahezu zeitgleiches Reagieren auf Kundenfrust und -bedürfnisse möglich machen können, andererseits durch kontinuierliche Kundendatensammlung Vorhersagen erlauben, deren Zuverlässigkeit sich erheblich von der früherer Methoden - der klassischen Befragung beispielsweise - unterscheiden: Das Data-Warehouse im Verlagshaus oder Mediadaten via Internet für den Special-Interest-Werbemarkt bringen deutlich schnellere und präzisere Informationen über Werbekunden und/oder Abonnenten, als sie im Mediengeschäft bislang üblich waren.

Damit verlieren Entscheidungen "aus dem Bauch heraus" ihren Stellenwert, vorausgesetzt, die mit den neuen Methoden gewonnenen Resultate sind eindeutig interpretierbar und behalten eine Zeitlang ihre Vorsprung verschaffende Exklusivität.

Doch sind die Anbieter dieser Leistungen natürlich auch auf Abnehmer und Akzeptanz angewiesen, die sie wirtschaftlich und erfolgreich machen, so daß König Kunde davon ausgehen kann, mit immer besseren Verfahren von immer mehr Anbietern erforscht zu werden. Ob er das mag? Bislang jedenfalls reagiert er noch nicht mit Rückzug.