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12.10.1984 - 

Software- und Zeitschriftenumsätze bereiten Kopfzerbrechen

Markt & Technik AG tritt langsamer

MÜNCHEN (ru) - Rückläufige Absatzzahlen einiger Publikationen, ein scharfes Expansionstempo sowie nach unten korrigierte Softwarepreise haben den Gewinn der Münchner Markt & Technik Verlag AG (M&T) hinter den Erwartungen zurückbleiben lassen. Mit 1,4 (2,0) Millionen Mark lag der Gewinn vor Steuern im ersten Geschäftshalbjahr (30.6) unter dem Plan.

Fast erreicht wurde nach Angaben des Verlages der Planumsatz für die zurückliegenden ersten sechs Monate. Wie verlautet, habe man die Marktposition erfolgreich ausbauen können. So sei die Gesellschaft bei Computerbüchern inzwischen mit Abstand Marktführer.

Den Umsatz, der sich gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahres mit netto 30,2 (14,3) Millionen Mark mehr als das verdoppelte, trugen im wesentlichen die Zeitschriften mit 16,3 (9,7) Millionen Mark. Der Bücherumsatz betrug 6,5 (2,0) Millionen und der der Software kletterte von 2,2 auf 7,2 Millionen Mark.

Im Verlagshaus in Haar geben die Verantwortlichen zu, daß der nach wie vor dynamische Markt schwieriger geworden sei. Insider nehmen an, die Zahlen des dritten Quartals dürften, bedingt durch das branchenübliche flauere Sommergeschäft, das Ergebnis des Verlages noch weiter drücken.

Die Manager in dem Münchner Vorort glauben denn auch an die kurzfristige Fortsetzung des Einbruchs in der Umsatzrendite. Gründe seien auch höhere Kosten, wachsende Konkurrenz, primär im Softwarebereich, und rückläufige Umsätze bei den Zeitschriften sowie im Videogeschäft.

Nicht unwesentlich dürfte die sprunghafte Expansion des Verlages zu Buche schlagen. So stockte die Gesellschaft, die erst vor wenigen Monaten 20 000 Aktien für nominal 1 Million Mark plaziert hatte, ihre Mitarbeiter im Laufe des Jahres 1984 von 145 auf 256 auf.

Ernste Kopfzerbrechen bereitet den Strategen in Haar wohl auch der Software-Absatz. Betroffen war speziell, so Marktkenner, die TPC-Software, die von Markt & Technik nicht zu den kalkulierten Preisen abgesetzt werden konnte. Denn Ashton Tate und Lotus kamen mit Konkurrenzprodukten auf den Markt, die sie nach zähen Grabenkämpfen teilweise unter Preis verkauften. Die "weiche Ware" von Markt & Technik geriet in den Preisstrudel.

Während sich die Umsatzziele bei der Elektronik-Zeitschrift ..Markt & Technik" und den Heimcomputer-Magazinen "Happy-Computer" sowie "64er" laut M & T erfüllen, erlitt die Mikro-Zeitschrift " Computer persönlich", wie die jüngsten Verkaufszahlen zeigen, einen Rückschlag, das erst zur Hannover-Messe 84 erschienene "PC-Magazin" für IBM-Anwender gar einen Erdrutsch.