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10.07.1992

Markt & Technik steckt tief in den roten Zahlen

Während der Umsatz der Markt- & Technik-Gruppe im Geschäftsjahr 1991 um ein Drittel wuchs, brach der Gewinn sowohl in der AG als auch im Konzern dramatisch ein. Bei der Markt und Technik AG steht unter dem Strich ein Jahresfehlbetrag von 13,7 Millionen, während im Vorjahr noch ein Jahresüberschuß von 9,1 Millionen Mark erzielt werden konnte. Im Konzern sieht es für das abgelaufene Geschäftsjahr 1991 nicht viel besser aus: Hier wurde ein Fehlbetrag von 4,7 Millionen Mark erwirtschaftet (im Vorjahr Jahresüberschuß 6,8 Millionen). Der Kurs fiel nach Bekanntwerden der Zahlen um weitere 20 Prozent auf 300 Mark.

Auch für 1992 rechnet das Unternehmen im Verlagsgeschäft mit einem negativen Ergebnis. Dank der Distributions- und Softwaretöchter soll das Konzernergebnis 1992 jedoch ausgeglichen ausfallen.

Wann ist der richtige Zeitpunkt gekommen, um bei den Aktien der Markt & Technik AG, die sich seit ihren Höchstkursen 1987 gedrittelt haben, wieder einzusteigen? Derzeit befindet sich der Kurs in einem Abwärtstrend. Der Beginn einer Aufwärtsbewegung ist noch nicht abzusehen.

Zwei Voraussetzungen müssen erfüllt sein, bevor ein Engagement für den stark gedruckten Titel in Frage kommt:

- Das Verlagsgeschäft muß wieder auf schwarze Zahlen zusteuern und

- die Bilanzrelationen im Konzern, die sich deutlich verschlechtert haben, müssen sich wieder zum Besseren wenden. Der Neustart einer Monatszeitschrift mit dem Titel "Video-Games" im Juni wird das Verlagsgeschäft 1992 mit hohen Anlaufverlusten belasten. Frühestens 1993 kann also in diesem Bereich mit schwarzen Zahlen gerechnet werden.

Eine Ausnutzung des genehmigten Kapitals zur Stärkung der Eigenkapitalkraft kommt derzeit für das Unternehmen wegen der angeschlagenen Ertragskraft und den niedrigen Kursen nicht in Frage. Eine Verbesserung der niedrigen Eigenkapitalquote (im Konzern nur noch 8,4 Prozent) wäre jedoch dringend erforderlich.

Eine teilweise Entspannung der prekären Situation dürfte sich durch die Emission von Vorzugsaktien der KHK-Software AG im Herbst 1992 ergeben. Auch die geplante Emission der Distributions Holding Access Agro AG Informationstechnologie könnte Fortschritte bei der Konsolidierung bringen. Diese Emissionsphantasie allein genügt jedoch nicht, um den Kurs auch nur abzusichern, zumal der Emissionszeitpunkt der Access AG ungewiß ist.

Fazit: Trotz Kursdrittelung ist es für einen Kauf der Markt-&Technik-Aktie zu früh. Ein für 1992 durchaus denkbarer Konzernverlust könnte den Kurs noch einmal drücken. Erst wenn sich eine Besserung im Zeitschriftengeschäft abzeichnet, kann über ein Engagement nachgedacht werden.

*Arnd Wolpers ist Geschäftsführer der Vermögensverwaltungsgesellschaft CMW GmbH in München. Die hier veröffentlichten Informationen beruhen auf Quellen, die wir für vertrauenswürdig und zuverlässig halten. Trotz sorgfältiger Quellenauswahl und -auswertung können wir für Vollständigkeit, Genauigkeit und inhaltliche Richtigkeit der Angaben eine Haftung nur insoweit übernehmen, als grobe Fahrlässigkeit oder Vorsatz Haftung begründen. Jede darüber hinausgehende Haftung wird ausgeschlossen. Für Angaben Dritter übernehmen wir kein Obligo. Aktienanlagen sind durch stärkere Kursschwankungen gekennzeichnet.