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13.12.1991

Markt und Technik Verlag AG spürt starken Ergebnisdruck

Das dritte Quartal 1991 führte bei der Markt sind Technik Verlag AG zu einem nachhaltigen Ergebnisdruck. Hatte der Überschuß zum Halbjahr noch bei 5,5 Millionen Mark gelegen (nach 5,9 Millionen Mark im gleichen Vorjahreszeitraum), brach das Ergebnis für die ersten neun Monate des laufenden Geschäftsjahres um fast zwei Drittel auf 2,9 Millionen Mark ein. Im Vorjahr waren zum gleichen Zeitpunkt 8,3 Millionen Mark verdient worden. Der guten Ergebnisentwicklung im Vertriebs-, Software- und Buchgeschäft steht ein Verlust im Zeitschriftengeschäft gegenüber.

Markt und Technik erreichte in den ersten neun Monaten des laufenden Geschäftsjahres einen Umsatz von 116 Millionen Mark (Vorjahr 124,9 Millionen Mark). Einmalige Kosten in Höhe von mehreren Millionen Mark im Zusammenhang mit der Umstrukturierung des Zeitschriftenbereiches sind außerdem für diese Entwicklung mit ursächlich. Das rückläufige Anzeigenvolumen und die Ausgliederung des Software-Publishing-Geschäfts zu Beginn des laufenden Geschäftsjahres haben ein übriges bewirkt.

Die Tendenz der Inserenten, für Hard- und Softwareprodukte immer mehr in Tageszeitungen beziehungsweise Wirtschaftsmagazinen zu werben, ist verantwortlich für die Rückgänge ins Anzeigengeschäft. Für das letzte Quartal zeichnet sich eine Trendumkehr bei den Anzeigenumsätzen ab, die "auch auf die Neustrukturierung des Anzeigenverkaufs zurückzuführen ist".

Mit einem Kursrückgang von 200 Mark seit Juni dieses Jahres hat die Aktie der Markt und Technik AG deutlich schlechter Fels der deutsche Index abgeschnitten. Ursache dafür war die enttäuschende Gewinnentwicklung. Nur bei einer Besserung auf der Ertragsseite ließe sich ein Engagement in die Markt- und Technik-Aktie rechtfertigen.

Auch die Emissionsphantasie der Distributionstöchter Access und Agora scheint den Kurs nicht mehr ausreichend absichern zu können. Zwar wird sich das Wachstum in diesem Bereich fortsetzen, die Ertragskraft der Vertriebstöchter mit Computerperipherie-Artikeln reicht jedoch nicht aus, den Gewinneinbruch ins Verlagsgeschäft aufzufangen. Solange im Stammgeschäft keine Verbesserung erkennbar ist, sollte der Titel unter Chancen-Risiko-Gesichtspunkten gemieden werden.