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Fortsetzung der Flaute ist wahrscheinlich


10.01.2003 - 

Marktauguren erwarten nicht viel vom neuen Jahr

MÜNCHEN (CW) - Im Detail divergierend, aber insgesamt eher pessimistisch blicken IT-Marktanalysten in das neue Jahr. Hoffnungen auf eine Erholung der Branche sinken angesichts der Kriegsgefahr im Irak und der schwachen US-Konjunktur.

Gar nichts Gutes erwartet die amerikanische Investmentbank Goldman Sachs für die IT-Branche im neuen Jahr, nachdem die Ergebnisse einer Umfrage unter IT-Entscheidern der 100 größten Unternehmen der USA vorliegen. Statt wie noch vor zwei Monaten von zwei bis drei Prozent Zuwachs der IT-Investitionen auszugehen, rechnen die Analysten jetzt nur noch mit einem Plus von einem Prozent.

Von der Hoffnung, wieder zu einem gemäßigten Wachstum zurückzukehren, ist keine Rede mehr. Vielmehr wollen zwei Drittel der befragten Unternehmen ihre Investitionen in der ersten Jahreshälfte 2003 weiter beschneiden. Erst ab 2004 seien wieder höhere Ausgaben zu erwarten, da angeblich 43 Prozent statt zuletzt genannter 26 Prozent der Anwenderunternehmen ihre IT-Investitionen um ein Jahr verschieben. Mehr als die Hälfte möchte die sich zuspitzende Konkurrenz im IT-Markt für sich nutzen und von Preisnachlässen profitieren.

Auch Gartner prognostiziert für die USA eine Stagnation der IT-Budgets; in Europa sei allenfalls mit einem Zuwachs der IT-Ausgaben um 0,3 Prozent zu rechnen. Allerdings sollen die asiatischen Märkte ein zweistelliges Umsatzwachstum erleben. Weltweit werde der IT-Markt von 2,3 Billionen auf bis zu 2,46 Billionen Dollar in diesem Jahr zulegen - immerhin ein Plus von maximal sieben Prozent.

Dem fügen die Gartner-Analysten jedoch ein großes Aber an: All dies sei nur zu erwarten, wenn sich die Konjunktur stabilisiere und es keinen Rückschlag durch den drohenden Irak-Krieg gebe.

Auch IDC-Analyst John Gantz warnt davor, dass ein Krieg im Irak "alle Wachstumsvorhersagen für 2003 umwerfen könnte". Ohnehin dürften sich nur die Softwareanbieter auf eine um vier Prozent steigende Nachfrage freuen. Sie hatten im vergangenen Jahr laut IDC nur ein Plus von 1,5 Prozent verzeichnet. Keine Entwarnung gibt es von IDC für die PC-Industrie, denn der bereits in den letzten Jahren verschobene Austausch veralteter PCs könnte sich noch einmal bis 2004 verzögern.

Die Aberdeen Group ist bezüglich der Perspektiven im IT-Markt ebenfalls skeptisch. Anwender ließen sich durch technische Neuerungen nicht mehr zu größeren Investitionen verleiten. Sie orientierten sich vielmehr am eigenen Umsatzwachstum und an ihren Gewinnaussichten. Die Aberdeen-Analysten trauen dem europäischen IT-Markt nur ein Prozent Wachstum zu.

Schneller Meinungswandel

Etwas mehr Optimismus hinterlässt das Ergebnis einer Befragung der COMPUTERWOCHE-Schwesterpublikation "CIO Magazine" aus dem Dezember letzten Jahres - jedoch nur für die Region Nordamerika. Dort hat die Zeitschrift in Kooperation mit Deutsche Bank Securities und Prudential Securities 335 IT-Entscheider befragt. Demnach wachsen die IT-Budgets in den nächsten zwölf Monaten um durchschnittlich 4,6 Prozent. Allerdings hatte eine nur einen Monat zuvor erfolgte Umfrage noch ein Wachstum von 14,6 Prozent erwarten lassen.

46 Prozent der jetzt befragten CIOs wollen in diesem Jahr ihre PC-Investitionen steigern, im November waren es 39 Prozent gewesen. Der Anteil derer, die mehr für E-Business-Anwendungen ausgeben wollen, wuchs innerhalb eines Monats von 36,9 auf 39,6 Prozent. Sicherheit bleibt ein Topthema: 53 Prozent der IT-Verantwortlichen setzen höhere Ausgaben für diesen Bereich an. (ls)