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09.01.1998 - 

Prognose: Sicherheits- und Kostenfragen ungeklärt

Marktforscher dämpfen Euphorie um den Electronic Commerce

Bis zum Jahr 2000 würden die Verbraucher in Westeuropa nur "eine verschwindend geringe Menge" ihrer Einkäufe online tätigen, erklärte Prognos-Projektleiter Holger Delpho bei den Multimedia-Tagen 98 in Frankfurt am Main. Im vergangenen Jahr seien es gerademal 0,01 Prozent gewesen. Für 1998 könne ein Anteil am gesamten Einzelhandel von voraussichtlich nicht mehr als 0,075 Prozent, bis zum Jahr 2000 nicht mehr als 0,34 Prozent erwartet werden. Dies entspräche einem Umsatz von rund 5,5 Milliarden Ecu, also etwas mehr als 14 Ecu pro Kopf der westeuropäischen Bevölkerung. Auch im Großhandel dürfte sich dem Marktforscher zufolge der Umsatz in Grenzen halten, und selbst im IT-Markt werde der Electronic Commerce zur Jahrtausendwende ein Volumen von 7,2 Milliarden Ecu, also knapp 3,7 Prozent des Gesamtumsatzes der Branche, nicht überschreiten.

Grund für die verhaltenen Prognosen ist nach Ansicht von Delpho eine Reihe noch ungeklärter Fragen, die die Entwicklung des Electronic Commerce beeinflussen werden. So sei zwar klar, daß die technischen Zugangs- und Austauschmöglichkeiten bereits bestehen oder schnell geschaffen werden könnten. Zudem sei inzwischen auch eine sichere Datenübertragung gewährleistet. Andererseits existierten aber nach wie vor unterschiedliche Sicherheitslösungen, bei denen noch nicht klar sei, ob sie parallel eingesetzt und verarbeitet werden können. Überdies müßten Anbieter und Kunden ihre Geschäftsprozesse den Online-Bedingungen anpassen. Ungeklärt sei auch, wer das Risiko und die Kosten des elektronischen Bezahlens trage.