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30.06.2000 - 

Yankee Group identifiziert Veränderungen

Marktforscher nennen die wichtigsten Trends im TK-Markt für Mittelständler

MÜNCHEN (CW) - Trotz der traditionell eher zögerlichen Haltung der TK-Manager mittelständischer Unternehmen beginnt dort die Internet-Revolution. Allerdings wird sie nicht über Nacht kommen. Bis es so weit ist, bleibt die Sprachtelefonie die beherrschende Applikation.

Die Wirtschaft wird global, heißt ein Glaubenssatz der Branche. Doch mittelgroße Firmen haben meist nur Niederlassungen in einem Land. Wie Untersuchungen der Yankee Group ergaben, hängt die Multinationalität stark von der Firmengröße ab: Je größer ein Unternehmen, um so eher hat es Niederlassungen in anderen Ländern. Ausnahmen bestätigen die Regel. Natürlich kommunizieren auch nationale Firmen über Ländergrenzen hinweg mit Kunden und Zulieferern.

Als zweites Merkmal identifizierte die Yankee Group den zentralen Einkauf. Nur zwölf Prozent der Entscheidungen über Telekommunikations-Equipment werden in den Niederlassungen getroffen. Und über 90 Prozent der Befragten gaben an, für alle Standorte im Land verantwortlich zu sein. Bei der Vernetzung der Niederlassungen stehen heute noch Festverbindungen im Vordergrund, IP-VPNs sind aber auf dem Vormarsch.

Outsourcing stößt bei den Mittelständlern nicht auf besonders viel Gegenliebe. Selbst bei der Datenkommunikation, dem Gebiet, in dem Firmen am ehesten Hilfe annehmen, gaben nur acht Prozent ihr Netz in fremde Hände. 68 Prozent lehnten Outsourcing kategorisch ab. Auch in Zukunft zeichnet sich da keine Änderung ab. Wenn mittelgroße Firmen Telekommunikation auslagern, vertrauen sie allerdings Telcos mehr als anderen Service Providern.

Die Budgets sind vielerorts knapp. 47 Prozent der Befragten verfügen über einen stagnierenden oder sogar reduzierten Haushaltsetat. Dazu mögen die sinkenden Preise beitragen. Doch gibt es auch eine Minderheit von rund 30 Prozent, deren Budget um deutlich mehr als die Inflationsrate gestiegen ist.

Anders als in den USA ist in Europa ISDN weit verbreitet. Mehr als die Hälfte aller Firmen mittlerer Größe bezeichnen ISDN als die wichtigste Übertragungstechnologie. Als Konkurrenz werden allenfalls Mietleitungen gehandelt. Es existieren jedoch Unterschiede in den verschiedenen Ländern. Mit 77 Prozent hat Deutschland die Nase vorn, in Frankreich beträgt die Verbreitung 47 Prozent und in Großbritannien 44 Prozent. Die steigende Nachfrage nach Bandbreite für Internet-Zugänge trägt zur Verbreitung von ISDN bei. Allerdings glauben die Marktforscher der Yankee Group, dass sich DSL zu einer ernsthaften Gefahr für ISDN mausern könnte.

Sprachtelefonie bildet immer noch das Zentrum des Netzes. 51 Prozent aller Ausgaben fließen in diesen Bereich. Im Durchschnitt erwarten die Unternehmen einen Anstieg des Sprachverkehrs um knapp neun Prozent. Bei der Datenkommunikation gibt es eine Verschiebung hin zum Internet.

Auch Mobiltelefone gehören inzwischen in mittelgroßen Unternehmen fast zum guten Ton - selbst wenn die wenigsten Mitarbeiter sie für die Arbeit verwenden. Die am häufigsten genutzten (Daten-)Anwendungen sind E-Mail, SMS und Fax. 2001, so die Prognose der Yankee Group, wird nahezu jeder Mitarbeiter E-Mails über das Handy abrufen, auch Internet-Browsing gewinnt vermutlich an Stellenwert. 93 Prozent aller Firmen besitzen einen Internet-Zugang. 39 Prozent setzen dafür auf ISDN, 22 Prozent auf das herkömmliche Telefonnetz und 21 Prozent auf Festverbindungen.

Abb: Dem Preisverfall im TK-Markt haben viele Mittelständler Rechnung getragen und ihre Budgets eingefroren oder reduziert. Quelle: Yankee Group