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29.07.1994

Marktwirtschaft verlangt offene Systeme Oracle erhaelt Grossauftrag von slovakischem Oelkonzern

MUENCHEN (CW) - Mit einem Wert von elf Millionen Dollar hat die Oracle Corp. einen der bisher groessten Auftraege fuer Standardsoftware im ehemaligen Ostblock an Land gezogen. Nach Informationen des "Wall Street Journal" hat sich der halbstaatliche slovakische Mineraloelkonzern Slovnavt A.S. dabei gegen die Konkurrenzprodukte von IBM und SAP entschieden.

"Unser Grossrechner lieferte die Informationen nicht so praezise und schnell, wie das in einer freien Marktwirtschaft noetig ist", begruendet Jan Salomon, IT-Direktor des Erdoelkonzerns Slovnavt A.S., die Entscheidung fuer eine verteilte DV-Umgebung.

Bestehen soll sie aus Unix-Systemen und PCs von Hewlett-Packard, Novell-LANs mit Routern von Wellfleet Communications und 16 Softwaremodulen von Oracle. Dazu gehoert neben der Oracle-7- Datenbank und CASE-Werkzeugen vor allem die Standardsoftware "Financials". Fuer dieses Infrastrukturpaket muss Slovnavt in den kommenden zwei Jahren rund vier Millionen Dollar aufbringen.

Den Loewenanteil von mehr als sechs Millionen Dollar verdient Oracle nach Informationen des "IDG News Service" aber mit Systemintegration und Mitarbeiterschulung. Zudem soll das Softwarehaus ein Informationssystem fuer die Verwaltung von Oelraffinerien entwickeln.

Die Slovaken erwarten sich von der Umstellung ihrer DV vor allem eine Optimierung ihrer Bestandsverwaltung, der Auslastungsplanung und des Einkaufs. Ausserdem sollen die internen und externen Finanzfluesse zuverlaessiger dokumentiert werden. Warum sich die Slovnavt-Manager zu dem Oracle-Angebot entschlossen haben, ist auch deshalb unklar, weil sich weder die Slovaken noch Oracle offiziell ueber Mitbewerber aeussern wollten.