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15.04.1983 - 

Systran Institut GmbH:

Maschinen lernen übersetzen

Die nationalen Grenzen verlieren in zunehmendem Maße ihre Bedeutung für die Wirtschaft und demgemäß steigt die Notwendigkeit, einen reibungslosen Informationsaustausch auch über sprachliche Grenzen hinweg mit den Mitteln der modernen Computertechnologie zu verwirklichen. Ein Übersetzungssystem stellt die Systran Institut GmbH aus Stuttgart auf dem Stand der Unternehmensberatung Dr. Fischer GmbH (UDF) aus Stuttgart vor. Präsentiert wird ein englisch-arabisches System.

Die Idee, Maschinen zur Übersetzung natürlicher Texte einzusetzen und so den menschlichen Übersetzer von ständig wiederkehrenden Abläufen bei der Übertragung technischer Dokumentation zu entlasten, ist fast so alt wie der erste kommerzielle Einsatz von Großrechnern Anfang der 50er Jahre.

Der Grundstein für die Entwicklung des Systran-Systems wurde 1964 in den Vereinigten Staaten gelegt. In den darauffolgenden fünf Jahren wurde zunächst konsequent an dem Aufbau eines russisch-englischen Systems gearbeitet und dessen Einsatz bei der amerikanischen Luftwaffe vorbereitet. Nach Übergabe des Systems, mit dem mittlerweile seit Jahren bis zu 20 Millionen Wörter pro Jahr automatisch übersetzt werden, konzentriert sich die Entwicklung auf weitere Kombinationen europäischer und außereuropäischer Sprachen. Für Europa und den Nahen und Mittleren Osten liegt die Vermarktung und Entwicklung des Systems in den Händen von Systran Institut GmbH mit Hauptsitz in Stuttgart und Entwicklungszentrum in Luxemburg.

Gegenwärtig übersetzt das Systran-System bereits weltweit in neun Sprachkombinationen und wird von großen Institutionen wie der Europäischen Gemeinschaft in Luxemburg und internationalen Konzernen, wie Rank Xerox und General Motors, seit Jahren erfolgreich in der Produktion eingesetzt. Nach einem überschaubaren Anfangsaufwand kann das System problemlos in die Organisationsstruktur einer Firma integriert und nutzbringend angewendet werden. Neben der hohen Übersetzungsgeschwindigkeit (bis zu 300000 Wörter pro Stunde) bietet das System die Vorteile moderner Editiertechniken und garantiert die Konsistenz der verwendeten Fachterminologie bei kundenspezifischen Übersetzungen. Die Anpassung an technische Datenbanken einerseits und Fotosatzmaschinen andererseits kann auf Wunsch durchgeführt werden.

Das System arbeitet in allen Sprachpaaren mit einer umfangreichen Anzahl von linguistischen Programmen zur Analyse von natürlichsprachigen Eingabetexten und zur Synthese von Systran übersetzten Texten. Die linguistischen Programme repräsentieren eine vollständige Grammatik sowohl der Quellsprache (Sprache, aus der übersetzt wird) als auch der Zielsprache (Sprache, in die übersetzt wird). Die Information zu den Wörtern und Begriffen der Quell- und Zielsprache ist gespeichert in allgemeinen und fachspezifischen Wörterbüchern und wird beim Ablauf der Übersetzung abgerufen. Eine Menge von Übersetzungssteuerungsprogrammen führt den zu übersetzenden Text von der Eingabe bis zur erfolgreichen Übertragung in die Zielsprache und Ausgabe auf dem gewünschten Ausgabemedium. Dabei garantieren Textprä- und Postprozessoren die kundenadäquate Aufbereitung der Übersetzung.

Im Entwicklungszentrum des Unternehmens in Luxemburg wird an der Fertigstellung des englisch-arabischen Übersetzungssystems gearbeitet. Die Arbeiten konzentrieren sich gegenwärtig auf die Erweiterung der Wörterbücher, da die Entwicklung der linguistischen Software bereits weitgehend abgeschlossen ist.

Informationen: Systran Institut GmbH, Herrn Edmund Röcker, Wilhelm-Hertz-Straße 12, 7000 Stuttgart 1, Telefon: 07 11/29 63 62, Telex: 72 23 43 udf. Halle 3, Stand 1001 G/1401 G