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12.04.1985

Maschinenstürmer - nein danke

Starken Tobak servierten die Referenten der ACM-Tagung zum Thema

Softwareentwicklung: So müssen "Norm-ldioten" herhalten, wenn es

um Berechnungsgrundsätze für Produktivitätssteigerungen geht, Tools

taugen bloß für Mittelklasse-Programmierer (gute brauchen sie nicht, schlechte können damit nicht umgehen) und die rechte, kreative Hirnhälfte ist sowieso verschüttet . . .

Dennoch, so ernst und vor allem leidenschaftlich wurde selten am Rande einer Tagung diskutiert. Fazit am Ende dieses Tages: innerer Aufruhr und Erschöpfung.

Aufruhr, weil lang Geahntes endlich mal zur Sprache kam.

Erschöpfung, weil die Ablehnung der Thesen und Ideen im Auditorium fast spürbar/schmerzhaft war.

Doch eigentlich hat der German Chapter und mit ihm seine Referenten nichts anderes gewollt als ein Aufrütteln und Sensibilisieren.

Denn wohliges Zurücklehnen ob Deutschlands Softwaregröße in der Welt ist wahrlich fehl am Platze. Mut, Mut und nochmals Mut zu (unkonventionellen) Ideen ist gefragt.

Kreative Entwicklungstechniken, Brainstorming beim Software-Bau - warum nicht?

Und hier - dies positiv im Tagebuch vermerkt - gab's Ansätze zum Mut. Kritisch nämlich wurde auf der Tagung einiges zurechtgerückt. Die Techno-Welle beispielsweise blieb auf der Strecke, hemmend-falsche Selbsteinschätzung war verpönt.

Dennoch, wer an Maschinenstürmer denkt, liegt fehl. Falsch gesetzte Scheuklappen verdecken eher die Augen, als daß sie auf ein Ziel hinführen - im Aufbau auf Erreichtem steckt die Chance.