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27.02.1976

Maßanzug zum vernünftigen Preis

BILLERBECK - Alle Jahre wieder wird in Fachkreisen diskutiert was nun (noch) unter "Mittlerer Datentechnik" zu verstehen ist.

Für Ludger Schmeing, Hauptabteilungsleiter EDV und Organisation bei der münsterländischen Dr.-Suwelack-Unternehmensgruppe, Billerbeck (Produktion und Vertrieb von Nahrungs- und Genußmitteln), ist die Frage der theoretischen Abgrenzung des MDT-Begriffes von sekundärem Interesse: "Hauptsache, ein System leistet genau das, was es soll - zu einem vernünftigen Preis."

Klein- und Mittelbetriebe hätten - so Schmeing - von der technischen Entwicklung auf dem Computersektor in den letzten Jahren am meisten profitiert. "Größere Hauptspeicherkapazität, zunehmender Einsatz von Magnetplatten, erweiterte Peripherie verschaffen Zugang zu Betriebsformen, die man bisher nur in der Groß-EDV kannte."

Magnetkonto versus Platte

Der Dr. Suwelack-Konzern ist einer der größten europäischen "Gefriertrockner" - die durch Fernseh-Werbespots bekannte "Quarktorte, die Oma aus dem Kühlschrank holt", kommt aus Billerbeck. Das Unternehmen beschäftigt 300 Mitarbeiter und erreichte 1975 einen Umsatz von rund 70 Millionen Mark.

Mitte des letzten Jahres stand Schmeing vor der Aufgabe, ein Konzept zu entwickeln, "wie mit Hilfe 'automatischer Abrechnungsverfahren' eine Einsparung im Personalbereich, die Beschleunigung des Datenflusses sowie mehr Transparenz der internen Leistungserstellung zu erzielen sei".

Seit Oktober 1975 ist dafür eine Kienzle-Anlage im Einsatz, die im Vier-Jahres-Leasingvertrag monatlich 6500 Mark kostet. Installiert wurde ein Modell 6100/52 mit 32-KB-Hauptspeicher, zwei Plattenlaufwerken mit je 8,25 MB, Drucker (9000 Zeilen/Std.) und Lochkartenperipherie. Damit verfügt die Firma Suwelack bereits über zwei Anlagen des Villinger Herstellers: Für die "klassischen" Aufgabengebiete Lohn- und Gehaltsabrechnung, Buchhaltung sowie Fakturierung bedient man sich seit Jahren eines Modells 6000, das kürzlich abgerüstet wurde und heute als intelligentes Datenerfassungssystem eingesetzt wird.

Für die geplante integrierte Lösung - Produktions- und Lagerüberwachung sollten zusätzlich auf EDV übernommen werden - war das reine Magnetkontengerät nicht geeignet. Ein Plattensystem mußte her.

System 3 um 70 Prozent teurer

Beim gleichen Hersteller zu bleiben, dafür sprach, daß die vorhandenen Anwendungen organisatorisch in das neue Konzept integriert werden konnten. Ausschlaggebend war - so Schmeing - auch der Preis: "Wir haben in der Auswahlphase eine Reihe befreundeter Firmen besucht, die mit IBM's System 3 arbeiten, und konnten feststellen, daß mit der Kienzle-Maschine vergleichbare Konfigurationen um etwa 60 bis 70 Prozent teurer sind." Der EDV-Chef räumt ein, daß die 6100 bestimmte Leistungsmerkmale von Rechnern der 10 000-Mark-Klasse - wie etwa die Multiprogramming-Fähigkeit - nicht habe, was ihn jedoch nicht störe: "Ein System wie Kienzle's 6100 - ob man es nun der MDT zurechnet oder nicht - ist für unseren Datenanfall genau richtig."