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09.02.2001 - 

Content-Management/Stärken auf der Basis von PHP-Scripts

Maßgeschneiderte Alternativen zur Content-Management-Software

Neben den bekannten Content-Management-Systemen etablierter Softwarehäuser gibt es eine Reihe weniger verbreiteter Programme, die sich in HTML-Code einpflanzen lassen. Obwohl sie kostenfrei zur Verfügung stehen, zeigen diese PHP-Scripts erstaunliche Stärken. Michael Funk* gibt einen Überblick.

Der junge Markt der Content-Management-Software expandiert sehr schnell. Viele Lösungen werden angeboten, kleine, mittlere und große. Jedoch scheint jeder Anbieter unter Content-Management im Detail etwas anderes zu verstehen. Der gemeinsame Nenner der unterschiedlichen Programme ist jedoch, dass sie die Verwaltung und individuelle Bereitstellung auch komplexer Inhalte einer Web-Seite und ihrer eventuell vielen Unterseiten optimieren.

Folgende Grundfunktionen bietet deshalb quasi jede CMS:

- Verwalten von Layouts

- Einpflegen von Textinhalten in Websites (der Autor muss dazu kein HTML beherrschen)

- Organisation von Freigabeprozessen und Verwaltung von Änderungs- und Freigaberechten

- Verwalten der Hyperlinks

- Aufbereitung von Content für andere Medien (zum Beispiel CD-ROM).

Neben den einschlägigen Softwarehäusern und Entwicklern, die CM-Systeme zu marktüblichen Preisen anbieten, gibt es unterdessen auch leistungsfähige Scriptsoftware auf der Basis der PHP-Entwicklerumgebung im Internet. Diese Programme entstehen häufig im Rahmen von Studienprojekten oder auf der Basis eigener Problemlösungen. Da sich die Scripte bequem und ohne große Vorkenntnisse in vorhandene HTML-Quellcodes einflechten lassen, können auch bestehende Web-Seiten ohne viel Aufwand umgestellt werden. Die kostenlosen CMS können mit den kommerziellen allerdings nicht in jeder Hinsicht mithalten. So unterstützen sie kaum objektorientierte Datenbanken, wie etwa leistungsfähige Versionen käuflicher CM-Systeme. Dennoch gibt es PHP-basierende CMS-Versionen mit Datenbankunterstützung auf SQL-Basis (zum Beispiel Typo 3.1).

Das Programm PHP-CMS arbeitet derzeit noch auf File-Ebene, wird aber demnächst ebenfalls um eine zusätzliche Datenbankunterstützung erweitert (wahrscheinlich MYSQL).

Backend ist eines der weniger leistungsfähigen Scripte, dafür aber übersichtlich und leicht zu bedienen. Es arbeitet ausschließlich auf File-Ebene, Datenbankanbindung ist also nicht möglich. Dennoch lässt sich damit echtes Content-Management via Web realisieren. Es erlaubt einem Webmaster, kleine bis mittelgroße Web-Seiten zu verwalten. News und Artikel können im laufenden Betrieb hinzugefügt werden, und vertrauenswürdigen Personen lässt sich ohne viel Aufwand der Zugang zum Backend gewähren. Auch Banner-User lassen sich zufügen, bearbeiten und löschen. Ihnen kann zudem der Zugang zu ihrer Banner-Statistik gestattet werden. Sehr praktisch ist das Generieren einer neuen Artikelseite mittels Mausklick. Damit hat sich die Bandbreite der Funktionen aber auch schon erschöpft. Für komplexere Seiten gibt es andere PHP-Systeme mit größerer Funktionsvielfalt.

PHP-CMS bietet als Content-Mangement-System eine Vielzahl von Funktionen zur einfachen Verwaltung komplexerer Websites. Allerdings arbeitet auch dieses System noch auf File-Ebene, was sich aber in Kürze ändern soll. Die Entwickler haben eine Erweiterung versprochen, die eine MYSQL-Datenbankanbindung ermöglicht. Gleichzeitig kann aber auch noch die bisherige Variante genutzt werden.

Einige besondere Funktionen des Scripts kennt man vor allem von professionellen Systemen; diese vereinfachen die tägliche Arbeit mit dem Content-Management-System. Erstellte Seiten werden mit Templates geparst. Es sind aber auch Sub-Templates möglich. Dabei genügt ein einziges Template, mit dem dann alle Content-Seiten dargestellt werden. Auf diese Weise kann der Administrator schnelle Änderungen am Layout durchführen. Durch das Ändern einer einzigen Datei lassen sich so gleichzeitig Korrekturen an allen Content-Seiten durchführen. Das mühsame Editieren vieler einzelner Sites bleibt dem Betreiber erspart. Im Übrigen ist die Dokumentation komplett auch in deutscher Sprache verfügbar, was bei den anderen Systemen nicht der Fall ist.

"The Harpia Project" nennt sich klangvoll ein weiteres kostenloses System. Es ist themenorientiert, das heißt der Benutzer wird mittels einer Themen-Logik durch die Inhalte gelenkt. Auch verwandte Bereiche lassen sich so auffinden. Jedes Item (beispielsweise News, Links, FAQ) ist nämlich in Beziehung zu einem oder mehreren anderen Items gesetzt und wird zu jedem verwandten Thema angezeigt. Harpia ist zudem modular aufgebaut, was einfache Änderungen an einzelnen Modulen zulässt. Also können bei laufendem Betrieb Module verändert oder ausgetauscht werden, ohne dass dies ein Einfluss auf die restlichen Funktionen hat.

Typo 3, derzeit in der aktuellen Version 3.1 vorliegend, ist wohl das reifste Produkt. Zumindest bietet es die professionellsten Funktionen, die aber nicht unbedingt jeder Anwender benötigt. So lassen sich hier von Haus aus SQL-Datenbanken einbinden, in denen dann beliebig gesucht werden kann.

Ebenfalls eher an teure kommerzielle Systeme erinnert der Passwortschutz, der gerade bei sensiblen Informationsinhalten für die nötige Sicherheit sorgt. Wie bei PHP-CMS ist auch ein Redesign einer Web-Seite mittels eines einzigen Templates möglich. Besonders effektiv ist die automatische Erzeugung von Navigationsmenüs, Headlines und anderen dynamischen grafischen Elemente.

Das Content-ManagementSystem beherrscht außerdem die automatische Skalierung und Konvertierung von Bildern und die Darstellung in verschiedenen Templates. Vorbereitete Seiten können zu einem bestimmten Datum erzeugt werden. Auch das terminierte Deaktivieren verschiedener Seiten ist möglich, wenn zum Beispiel die Aktualität einer bestimmten Information erlischt. Dies erspart dem Betreiber hoffentlich die peinlichen Nachfragen von Usern nach Inhalten, die vielleicht schon Monate oder Jahre alt sind. Wertlose, weil nicht mehr aktuelle Informationen sind nämlich, selbst bei renommierten Internet-Adressen, derzeit noch an der Tagesordnung, trotz der heiligen Kuh namens Content-Management.

*Michael Funk ist freier Journalist in Monsheim.

ScriptspracheHypertext Preprocessor (PHP) ist eine kostenlose Internet-Scriptsprache, die mittlerweile sehr verbreitet ist und im Hinblick auf Server-seitiges Scripting kaum Wünsche offen lässt. Die Sprache lässt sich bequem in HTML einbinden. Viele der syntaktischen Möglichkeiten sind den Programmiersprachen C, Java und Perl entnommen, auch wurden einige PHP-spezifische Features entwickelt. Ziel der Sprache ist, das Schreiben von Programmen zur Erzeugung von dynamisch generierten Seiten zu erleichtern und zu beschleunigen und darüber hinaus eine möglichst breite Plattform zu bieten.

Internet-AdressenSoftware / Entwickler / Web-Adresse

phpCMS / Michael Brauchl / http://mcyra.homeip.net/homepage/phpcms/phpcms.htm

Backend / Darren Beale / http://back-end.org

harpia-project / Scott-Pier / http://www.amalla.com/harpiac

CMS im VergleichName / Basis / Struktur / Besonderheiten

phpCMS / php / File-Ebene, demnächst MYSQL-Anbindung / Sub-Templates möglich, Redesign mittels einem Template, deutsche Dokumentation

backend / php / File-Ebene / User-Kontrolle, Banner-Statistik für Banner-User, schnelle Hot-key-Bedienung

harpia-project / php / File-Ebene, themenorientiert / Modularer Aufbau durch Beziehungen verknüpfte Items

Typo3.1 / php / SQL-Anbindung / automatische Generierung von Navigationsmenüs, Headlines u.s.w., autom. Konvert./Skalierung von Bildern, Passwortschutz, terminiertes Aktivieren /Deaktivieren von Seiten, Redesign mittels eines Templates