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27.08.2004 - 

Trotz Umsatzschwunds optimistisch

Materna strebt Übernahmen an

Die seit 2001 rückläufigen Umsätze der Materna-Gruppe sind auch in der ersten Hälfte des laufenden Geschäftsjahres wieder leicht gesunken - von 69 Millionen im Vorjahreszeitraum auf 64 Millionen Euro. Als Begründung nannte der IT-Dienstleister vor allem den wachsenden internationalen Wettbewerb im Bereich Communications, der im vergangenen Jahr 42 Prozent zum Gesamtumsatz beitrug. Dadurch leide das Geschäft mit Produkten und Services für die TK-Branche unter einem verschärften Preisdruck.

Wandel vom Implementierungs- zum Lösungsanbieter

Leicht zugelegt habe dagegen der Geschäftsbereich Information. Grundsätzlich hat die Unit, auf die 2003 rund 53 Prozent der Gesamteinnahmen entfielen, in den vergangenen Jahren vor allem im Service-Management einen Wandel durchgemacht, der die allgemeine Entwicklung vom Implementierungs- zum Lösungspartner widerspiegelt. Laut Hubert Staudt, Leiter Strategie und Marketing bei Materna, genügt es nicht mehr, die reine Technik zu liefern: "Um unsere Lösungen verkaufen zu können, müssen wir stärker als Prozessberater auftreten und unseren Kunden mehr Verantwortung abnehmen. Ein Out-of-the-Box-Produkt braucht niemand mehr."

Nichtsdestotrotz macht dem IT-Dienstleister auch hier der zunehmende Wettbewerb zu schaffen - nicht nur durch Branchenriesen wie Accenture, Hewlett-Packard, IBM Global Services oder Siemens Business Services (SBS), sondern auch von Seiten der Systemhäuser, die wegen der sinkenden Margen im Hardwaregeschäft in den Markt für IT-Beratung drängen. Gleichzeitig ist die Bereitschaft, umfangreiche Projekte aufzusetzen, nach wie vor gering. "Zum Vertragsabschluss kommt es nur noch, wenn wir dem Kunden einen bestimmten Prozentsatz an Kostenersparnis durch das jeweilige Projekt garantieren", berichtet Staudt.

Rund die Hälfte des im Bereich Information erzielten Umsatzes entfällt auf das Geschäft mit IT-Lösungen für den öffentlichen Dienst - etwa Call-Center für kommunale und städtische Einrichtungen. Das am schnellsten wachsende Segment stellt nach Angaben von Staudt derzeit jedoch die Konzeption und Realisation von Internet-Portalen dar. Neben einigen Direktbanken konnte Materna hier mehrere Bundesministerien als Kunden gewinnen, was laut Staudt einen handfesten Vorteil bietet: Die Projekte werden vom Bund vorfinanziert.

Trotz sinkender Einnahmen hält der IT-Dienstleister an seiner Internationalisierungsstrategie fest. Neben Geschäftsstellen in den meisten europäischen Ländern sowie in den USA haben die Dortmunder jetzt ihre erste Niederlassung in Singapur gegründet. Ein nennenswertes Wachstum dürfte unter den derzeitigen Umständen allerdings nur mit Zukäufen zu schaffen sein. So hält Staudt Akquisitionen etwa in Osteuropa für durchaus möglich, "allerdings nur von Firmen, die zu unserem Portfolio passen und profitabel sind". (sp)