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Web-basierter Dienst angekündigt


02.02.2001 - 

Matrix 42 führt sein Management-Tool Empirum ins Internet-Zeitalter

MÜNCHEN (jha) - Matrix 42, bislang ein Systemintegrator für IT-Management-Werkzeuge, stärkt sein Produktgeschäft. Das PC-Management-Tool "Empirum" wird zu einem Web-basierten Dienst ausgebaut und soll den Wandel des Unternehmens zu einem Softwareanbieter unterstützen.

Neuer Name, neue Niederlassung und neues Produkt - die Kunden der Matrix 42 AG in Neu-Isenburg mussten im letzten Jahr einige Änderungen hinnehmen. Seit Februar 2000 firmiert das Unternehmen, das sich früher unter der Bezeichnung Intelligent Software Management GmbH einen Namen mit Integrationsdienstleistungen für System-Management-Lösungen erworben hat, unter dem neuen Logo Matrix 42. Dieser Name bezieht sich auf den Film "Matrix" und soll zugleich auf die selbstverordnete Kompetenz-Matrix verweisen. Die Zahl 42 spielt auf die Science-Fiction-Persiflage "Per Anhalter durch die Galaxis" von Douglas Adams an, in der ein Rechner jahrelang die Anwort auf die Frage nach dem Sinn des Lebens berechnet und schließlich die Zahl 42 mit dem Hinweis ausgibt, die Eingangsfrage sei falsch gestellt.

Als Hinweis auf die Kommunikationsprobleme wird der letzte Teil des Firmennamens nicht gedacht sein, denn immerhin muss Matrix 42 seiner Kundschaft neben dem Umzug der Zentrale von Langen nach Neu-Isenburg auch noch aktuelle Produktneuheiten und eine langfristige Stragieänderung vermitteln. Schon seit geraumer Zeit bietet der Dienstleister mit "DDS" ein eigenes Tool an, das die Softwaredistribution (samt Betriebssystem auf "nackten" PCs), das PC-Management (inklusive Lifecycle-Management) sowie die Sicherung von Daten und persönlichen Einstellungen beherrscht. Diese Software, die mittlerweile die Bezeichnung Empirum trägt, soll nun in das Internet-Zeitalter geführt werden.

Die "Internet-based Business Services" sind Dienste für die Softwaredistribution, das Backup und Recovery, die Applikationsmiete sowie das remote Speichern von Daten über das Internet, Intranet und LAN. Um diese Services über jegliche Arte von Netzen zu übertragen, hat Matrix 42 eine Architektur, bestehend aus drei Komponenten, konstruiert (siehe Grafik). Die Clients werden mit Agenten bestückt, sobald eine Aktion wie Backup, Recovery oder Softwaredistribution ansteht. Um einen solchen ausführenden Helfer zu beziehen, müssen sich die Clients in einem "Empirum Trust Center" anmelden, das die "Empirum Service Agents" (ESA) vermittelt und sie mit unverwechselbaren Kennungen ausstattet.

Freigegeben werden diese vom Anbieter erdachten Services allerdings von "Empirum Service Providern" (ESPs). Die von Matrix 42 mit diesem Angebot angesprochenen Unternehmen sind etwa Application-Service-Povider, die ihre Lösungen zur Miete anbieten, Softwarehersteller, die Updates via Internet versenden wollen, oder Portalbetreiber, die ihren Kunden Backup- oder Caching-Dienste anbieten. Sie stellen in ihren Datenzentren die Kapazitäten und Dienste zur Verfügung, auf die die Clients via Internet zugreifen können. Lediglich der Betrieb des Trust-Center, das die Agenten verwaltet, verbleibt bei Matrix 42.

Der Anbieter setzt mit dieser Initiative einen Schwerpunkt auf das Produktgeschäft und sieht sich langfristig auch mehr als Softwareanbieter denn als Dienstleister. "Wenn alles nach Plan verläuft, ist Matrix 42 in zwei Jahren ein Hersteller mit professionellen Services", erläutert Holger Maul, Vorstand bei Matrix 42. Das wäre bereits die zweite Neuausrichtung des Unternehmens, das 1992 als Vertriebsorgansiation für System-Management-Software begann und sich 1997 zum Systemintegrator für die Produkte "Landesk" von Intel, "HP Openview" von Hewlett-Packard und Remedy Helpdesk-Suite wandelte. Aus den Erfahrungen der Projekte entstand das Distributions-Tool DDS beziehungsweise Empirum, das künftig das Standbein des Herstellers Matrix 42 sein soll.

Abb: Ähnlich einem ASP-Modell will Matrix 42 Funktionen wie Software-Distribution und Backups via Internet bereitstellen. Quelle: Matrix 42