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10.09.1993

Matrix-Bus ermoeglicht Datendurchsatz von 12 Gbit/s Fibronics sieht den Giga-Hub als neue Internetworking-Plattform

MUENCHEN (CW) - Neue Akzente im Internetworking-Markt will Fibronics mit dem als Switching- und Distribution-Hub konzipierten "Giga-Hub" setzen, der kuenftig auch ATM unterstuetzen wird.

Bei einem moeglichen Datendurchsatz von 12 Gbit/s empfiehlt sich der Giga-Hub als regelrechtes Kraftpaket zukuenftiger Internetworking-Konfigurationen. Realisiert wird dies durch den "Matrix-Bus", der, wie es bei der Produktankuendigung in Muenchen hiess, schnellsten derzeit am Markt verfuegbaren Backplane- Architektur fuer Hub-Systeme. Die Switching-Architektur des Matrix- Busses ermoeglicht ein physikalisches Segment- sowie virtuelles Port-Switching; das heisst, die Zuordnung von Karten beziehungsweise Ports zu Segmenten erfolgt ueber das Netz- Management-System. Beim Segment-Switching wird ein komplettes Interface einem internen Bus-Segment beliebig zugeordnet, Port- Switching teilt einzelne Ports einer Interface-Karte verschiedenen internen Bus-Systemen zu.

Nach wie vor setzt man bei Fibronics, wie Holger Germer, Geschaeftsfuehrer der deutschen Fibronics Kommunikationssysteme GmbH, betonte, auf FDDI, das sich mehr und mehr nicht nur als Backbone-, sondern auch als LAN-Technologie etabliere. Wolle man in Zukunft erfolgreich am Markt agieren, gelte es aber vor allem, entsprechende Plattformprodukte fuer das sogenannte LAN Distribution in Petto zu haben.

Giga-Hub basiert

auf "Cell-Switching"-Prinzip

Typischer Repraesentant solcher Internetworking-Komponenten sei der Giga-Hub, der mit seiner auf dem "Cell-Switching"-Prinzip aufgebauten Switching-Methode zukuenftige 155-Mbit/s-ATM- Applikationen unterstuetzen kann, zugleich aber in Ethernet-, Token-Ring- und FDDI-Netzen einsetzbar ist. So verfuegt er fuer den Ethernet-Anschluss ueber acht interne Segmente, die als synchrone beziehungsweise 10-Base-2-Bus-Systeme ausgelegt sind, beim Einsatz in Token-Ring-Umgebungen sind bis zu 40 interne Ringe moeglich. Gleiches gilt fuer FDDI, darueber hinaus werden Lichtwellenleiter und Twisted-Pair-Verbindungen unterstuetzt. Erreicht wird diese hohe Ringzahl durch die Matrix-Bus-Architektur, die auf 40 separaten Uebertragungsleitungen jeweils 300 Mbit/s aufbaut.

ATM noch lange nicht wirtschaftlich

Auch wenn man bei dem ab dem vierten Quartal 1993 in einer ersten Grundkonfiguration erhaeltlichen Giga-Hub erstmals ATM im Zusammenhang mit wichtigen Produkt-Features nenne, sei, so Germer, hier die weitere Entwicklung - insbesondere bei der Standardisierung - abzuwarten. Probleme gebe es vor allem beim Verbindungsaufbau und der dynamischen Bandbreitenzuordnung. "Wenn die Anwender 1994 oder 1995 ATM realisieren, werden sie geraume Zeit warten muessen, bis sich dies rechnet", unterstrich Germer. Aehnlich zurueckhaltend verfolge man bei Fibronics auch die Diskussion um ein zukuenftiges 100-Mbit/s-Ethernet. Zwar werde der Giga-Hub ueber Schnittstellen fuer beide "Vorschlaege" verfuegen, solange IEEE sich aber nicht entscheide, werde man, so Germer, "den Anwendern nicht raten, da mitzumachen".