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Forschungs-Superrechner für Parallelverarbeitung:


10.03.1989 - 

Matsushitas Number Cruncher ist billiger

TOKYO (IDG) - Der japanische Elektrokonzern Matsushita hat gemeinsam mit der Universität Kyoto ein parallel arbeitendes Supercomputer-System für Rechenleistungen bis zu 2,6 Gigaflops entwickelt. Die Anlage soll trotz Ihrer hohen Leistung nur ein Zehntel des Preises marktgängiger Supercomputer kosten.

Die Architektur des Number Crunchers fußt auf einem Konzept namens "Alternating Direction Edition Nexus Array" (Adena) des Universitätsprofessors Tatsuo Nogi. Die Adena besteht aus zwei Hauptbaugruppen, einer Numerikeinheit und einer Workstation, die die Dialogsteuerung übernimmt und die Datenströme steuert. Für Adena wurde eigens der RISC-Prozessor "ADNMPU" entwickelt, der als Einzelstück schon eine Leistung von 20 Megaflops erzielt. Daneben führt der Prozessor die für die Parallelverarbeiten erforderlichen Operationen aus.

Die Maschine verarbeitet Programme in Adetran, einer für Parallelverarbeitung erweiterten Version der altbekannten technisch-wissenschaftlichen Programmiersprache Fortran. Auf diese Weise, so die Väter der Maschine, sei die Programmierung einfacher zu bewerkstelligen als mit gängigen Parallelmaschinen, die eigens entwickelte Softwaresysteme voraussetzten.

Der Superrechner wird bei Matsushita zunächst im eigenen Hause für die Computerunterstützte Entwicklung von VLSI-Schaltkreisen eingesetzt werden. Fürs erste plant der Entwickler keine kommerzielle Produktion des Systems. Einsatzbereiche gibt es jedoch auch bei Matsushita intern genug. Die japanischen Forscher wollen ihn außer für die "Halbleiterei" auch für Berechnungen in den Bereichen Kernphysik, Molekularbiologie und Aerodynamik nutzen. Außerdem soll er numerische Lösungen partieller Differentialgleichungen finden und schnelle Fouriertransformationen durchführen.