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05.01.2001 - 

Visual Basic für Vogelkundler

Max-Planck-Institut auf dem Weg ins Web

MÜNCHEN (CW) - Die Vogelwarten in Radolfzell und Wilhelmshaven arbeiten mit einer neuen Software. Die Anwendung, die die Beringung von Vögeln überwacht, wurde von der Soft Solution GmbH, Karlsruhe, entwickelt.

Eine enorme Lebensleistung bescheinigten Vogelforscher der 26-jährigen Storchendame K 8102: pro Jahr zweimal 10000 Kilometer gen Süden und zahlreiche Junge. Das wissen die Vogelforscher, weil der Vogel beringt ist - wie etwa jeder zehnte Jungstorch. Sie wissen aufgrund der Ringe aber auch, dass sich das Zugverhalten der Weißstörche ändert. Wahrscheinlich rücken die Überwinterungsgebiete in Abhängigkeit von globalen Klimaveränderungen näher an die Brutgebiete heran.

Für Auswertungen solcher Art stellt Wolfgang Fiedler von der Vogelwarte Radolfzell noch immer SQL-Abfragen zusammen. Doch die Verwaltung der Ringdaten unterstützen nun die Visual-Basic-Programme "Ring" und "Ringzent" von Soft Solution.

Mit Ring können die Vogelkundler an ihren Heim-PCs die Beringungsdaten erfassen: Geschlecht, Vogelart, Alter, Anzahl der Nestlinge, Gewicht und Masse, Fangmethoden, -zeit, -ort und -zustand werden registriert - genauso wie Vogelfunde und Beziehungen zwischen den Vögeln. Der Anwendung liegt die Microsoft-Datenbank Access zugrunde, auf die mit Object Database Connectivity (ODBC) zugegriffen wird.

Die Daten übermitteln die Beringer als FTP-Datei (FTP = File Transfer Protocol) via Internet oder - jeweils im Dezember - per Diskette an eine der Beringungszentralen.

Die Beringungszentralen arbeiten mit Ringzent. Neben den Erfassungsfunktionen enthält die Client-Server-Applikation Fehler-, Plausibilitäts- und Integrationskontrollen. Zum Beispiel müssen bei einem Vogelfund die Funddaten mit den Beringungsdaten abgeglichen werden. Viele Funde melden beispielsweise Vogelfreunde aus Südafrika oder Osteuropa, häufig mittels Brief. Handelt es sich um ein junges Tier, sind die Beringungsdaten zum Teil noch nicht in der Zentrale angekommen.

Ringzent basiert auf einem Datenbank-Management-System von Oracle. Diese Software hat sich die Max-Planck-Gesellschaft, zu der die Radolfzeller und Wilhelmshavener Forschungsstellen für Ornithologie gehören, gewünscht. Sie versucht, die Forschungsdaten in ein einheitliches Format zu bringen, um den Austausch von Daten zu vereinfachen.